DAS GENUSSVOLLE KULTURPROGRAMM

SALON LUITPOLD 05.12.2018 | 20:00 Uhr

Zukunft Europas: Ist unser Klima noch zu retten?

EU-Umweltpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit. (K)ein Strandurlaub in Osnabrück? Wie wir den Klimawandel stoppen können. Die Herausforderungen des Klimaschutzes stellen eine der zentralen Aufgaben an die Politik in Gegenwart und Zukunft dar. Dieselverbote, Feinstaubdebatte oder Energiewende sind nur drei Beispiele, die schon jetzt für massive Auswirkungen auf unser tägliches Zusammenleben sorgen. Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2016 ist ein Meilenstein, dessen Erfolg sich aber auch insbesondere an seiner Umsetzung auch auf europäischer Ebene messen lassen muss. Welche Weichen (neu) gestellt werden müssen, diskutieren…

Mit: Cécile Prinzbach (Mitglied des Vorstands der Europa-Union München, La Republic en Marche, Pulse of Europe), Lukas Köhler (Beschreibung siehe 14.11.), Henrike Hahn (Europa-Kandidatin der GRÜNEN, Mitglied des Landesvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen Bayern und Sprecherin des Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen) – (angefragt)


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SALON LUITPOLD 27.11.2018 | 20:00 Uhr

Post-Fake-Grenzen

USA – Mexiko: Alexander Gutzmer im Gespräch mit Peter Felixberger

Die US-mexikanische Grenze als interaktives Medium und dünne Membran. Sie ist insgesamt über 3000 Kilometer lang und soll – geht es nach Donald Trump und seinen Anhängern – endgültig den Zustand einer veritablen Befestigungsanlage erreichen: »La Frontera«, wie die Grenze zwischen Mexiko und den USA genannt wird, aufgerüstet zum Bollwerk gegen den armen Süden und die von dort einströmende illegale Migration in den reichen Norden. Das gigantomanische Projekt ist noch nicht in Angriff genommen – lediglich die Test-Errichtung von prototypischen Mauersegmenten bei San Diego ist mit gebührendem Medienpomp begleitet worden. Für den vielleicht noch lang anhaltenden Moment wichtig aber ist schon einmal das damit gegebene Signal: wir drinnen, ihr draußen. Ganz das Klischee von der Grenze als Schutzwall gegen alles Unerwünschte von draußen. Dieses medial vermittelte schlichte Bild steht in einem grotesken Gegensatz zur vorhandenen Vielschichtigkeit, in der sich diese »Grenze aller Grenzen« präsentiert. Nie ist eine Grenze einfach nur linearer Verlauf. Immer und in jeder Hinsicht ist sie soziales Konstrukt und spiegelt als solches die Gesellschaft und schließlich sich selbst. Sie selbst wird zum Medium, das sich durch gelebten Alltag, Kunst -und Kulturprojekte genauso verändert wie durch Ökonomie …

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SALON LUITPOLD 24.11.2018 | 20:00 Uhr

„Religion, zum Teufel!“

Beleuchtung des Spannungsverhältnisses von Glauben, Religion und Politik mit Jens Spahn, Armin Nassehi und Peter Felixberger

Opium für’s Volk oder Beschleuniger von Konfl ikten? Moralagentur oder Terrormaschine? Große Projektionsfl äche oder Orientierungsmaßstab für Sterbliche? Einer der Autoren, die der Frage nachgehen, wie sich das Religiöse heute zeigt, warum es konfl iktuös, aber vielleicht auch hilfreich ist und warum es in der Sphäre des Politischen auch nicht gerade leicht ist, mit Religion umzugehen, ist Bundesgesundheitsminister und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Mit ihm werden die beiden Herausgeber Armin Nassehi und Peter Felixberger einige Aspekte des Spannungsverhältnisses von Glaube, Religion und Politik beleuchten und diskutieren. Das Salongespräch verspricht interessante Einblicke in das Zusammenspiel von Religion und Politik und wird vielleicht sogar die eine oder andere thematische Tiefenbohrung ermöglichen.

Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, ist bekennender Katholik. Für ihn ist sein Glaube, wie er kürzlich der Zeitschrift Christ & Welt verriet, Heimat. Sein Glaube spendet ihm Geborgenheit, Sicherheit und Gelassenheit. In der politischen Arena gehört er aber eher zu denen, die sich nicht von religiös begründeter Gesinnungsethik davontragen lassen, sondern die Folgen ihres politischen Handelns in den Vordergrund stellen.

Armin Nassehi, Soziologe und Sachbuchautor, hält seit 1998 den Lehrstuhl für …

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SALON LUITPOLD 14.11.2018 | 20:00 Uhr

Generationengerechtigkeit, nach mir die „Sinnflut“?!

Ein Abend mit Lukas Köhler, Henrike Hahn MdL (Grüne, angefragt) und Andreas Lenz (MdB, CSU), moderiert von Jan Fleischhauer (Spiegel)

„Die Zukunft hat schwache Advokaten“, so umschrieb Wolfgang Kersting, Professor für politische Philosophie, das Problem. Dabei interessiert die heutigen Generationen die Zukunft ihrer Kinder grundsätzlich schon. Doch offenbar reicht guter Wille allein nicht aus, um auf gesamtgesellschaftlicher Ebene funktionsfähige Institutionen zu schaffen, die Nachhaltigkeit sicherstellen. Nie waren einerseits der technische Fortschritt so schnell, die Möglichkeiten unser Leben zu gestalten so vielfältig und die Lebenserwartung so hoch wie in den letzten Jahrzehnten. Doch andererseits zeigen Themen wie Staatsverschuldung, Rentnerdemokratie und Klimawandel, dass unser Erbe auch Schattenseiten mit sich bringt. Wodurch entstehen diese Schattenseiten? Und sind sie unausweichlich? Wir wollen Schlaglichter aus
unterschiedlichen Perspektiven werfen, Ursachen und Verantwortlichkeiten suchen und das Problembewusstsein schärfen. „Ich fürchte, wir sehen gerade die Vorboten einer Rentnerdemokratie: Die Älteren werden immer mehr, und alle Parteien nehmen überproportional Rücksicht auf sie. … Das könnte am Ende in die Richtung gehen, dass die Älteren die Jüngeren ausplündern.“ (Roman Herzog, 2008)

Lukas Köhler ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die FDP. Nach Zivildienst und Studium der Philosophie in München und London übernahm er …

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SALON LUITPOLD c/o Kursbuch 13.11.2018 | 20:00 Uhr

Post-Fake-Marketing

„Tod der Werbung“ mit Hermann Sottong und Inga Ellen Kastens, moderiert von Peter Felixberger:

Dass Werbung mehr und mehr in Ungnade fällt, liegt auch an der Art und Weise, wie sie vielfach kommuniziert, an den Versprechungen, die sie uns macht und häufig genug auch daran, dass sie unsere Intelligenz beleidigt. Marken malen uns die Produktwelt in den schönsten Farben, die den Alltag zum quietschbunten Glückserlebnis machen und versprechen Wünsche zu erfüllen, die in den Köpfen der Angesprochenen womöglich noch nicht einmal existieren. Und weil die Bilder der Kreativen so schön, die transportierten Versprechungen so verlockend sind, kaufen die Leute. So weit, so logisch? Wie also werden Marken eigentlich zu Marken?

Hermann Sottong wechselte zum Studium von der Saar an die Isar, wo er die prägende Begegnung mit Strukturalismus und Semiotik zur Promotion über Denksysteme in der Literatur des 19. Jahrhunderts erlebte. Sein Freiheitsdrang und die Mechaniken des Unibetriebs erwiesen sich als inkompatibel, also gründete er eine Beratungsagentur für Unternehmenskommunikation. Da die kommunikativen Fähigkeiten von Wirtschaftsorganisationen nach seiner Beobachtung eher nicht zugenommen haben, bleibt hier noch viel zu tun.

Inga Ellen Kastens „Markenlinguistin“, Gründerin und Geschäftsführerin von ZifferEins und Business Development, mit dem Schwerpunkt Marke und Kundenbeziehungen.

Peter Felixberger ist …

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SALON LUITPOLD 06.11.2018 | 20:00 Uhr

Für eine gelassene Lebensführung

Ein Abend mit Barbara Stamm, Anselm Bilgri und Nikolaus Birkl

Seit den 70er Jahren ist Barbara Stamm in der Politik aktiv. Zuerst als Stadträtin in Würzburg, dann Abgeordnete im Landtag, Staatssekretärin und schließlich Sozial- und Gesundheitsministerin. Seit 2008 ist sie neben dem Ministerpräsidenten als Vertreterin des Souveräns das weibliche Gesicht des Freistaats. Sie gilt als das soziale Gewissen der CSU und führt seit Jahren die Liste der beliebtesten bayerischen Politiker an. Dabei strahlt sie immer Ruhe und Gelassenheit aus, die sie – so steht zu vermuten – auch anderen Entscheidungsträgern zu vermitteln vermag. Darüber und über die Grundlagen einer solchen Haltung werden Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl von der Akademie der Muße mit der Politikerin sprechen.


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SALON LUITPOLD c/o Europa Union 24.10.2018 | 20:00 Uhr

Zukunft der Europäischen Währungsunion?

Mit Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, Dr. Ulrich Horstmann, Abteilungsdirektor BayernLB/ Karsten Klein, MdB, Moderation: Cecile Prinzbach, Europa-Union

Die europäische Währungsunion ist seit der Krise 2008 zwar gestärkt, aber noch nicht vollendet worden. Augenblicklich wird diskutiert, ob der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden soll. Der ESM ist intergouvernemental organisiert, soll der EWF das ebenso sein oder soll das Europäische
Parlament den EWF kontrollieren? Auch die Bankenunion ist noch nicht vollendet. Brauchen wir einen europäischen Einlagensicherungsfonds? Wie sollte er ausgestaltet sein? Diese Fragen möchten wir auf dem Podium und mit Ihnen diskutieren.


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SALON LUITPOLD 23.10.2018 | 20:00 Uhr

Das Neue und die Avantgarde oder: Über die Revolution in der Kunst

Ein Abend mit Sybille Ebert-Schifferer/Kunsthistorikerin und Michael Hofstetter/Künstler und Theoretiker. Moderation: Kia Vahland

Muß gute Kunst Avantgarde/revolutionär sein?“ Dieser Frage wollen sich unsere beiden Protagonisten stellen. Hofstetter überschreitet in seinen Werken das Autonomiepostulat der modernen Kunst und holt den Betrachter als Benutzer in und bisweilen auf sein Werk. Er spielt mit dem unentschiedenen Status des Kunstwerks zwischen Intentionslosigkeit und Inbesitznahme durch die Rezeption. Hofstetter ist Fotograf – auch wenn seine Kunstwerke keine Fotografien sind. Denn die Fotografie ist mehr als eine Technik: Sie bestimmt den Blick des Betrachters. Sie verwandelt das offene Schauen auf Welt in einen aneignenden Blick und vollzieht so einen Perspektivenwechsel: Kunst ist nicht mehr, wie es die erste Avantgarde der Moderne verkündete, das Labor einer offenen und besseren Zukunft – Kunst ist immer schon verstrickt in das Begehren des Betrachters und damit ein Ereignis der Vergangenheit. Was ist dann aber heute Avangarde?

Warum muss der „neue akademische“ Künstler sein Werk auch erklären und einordnen können, um dem Diktat der Diskursivität als Erfolgsvoraussetzung zu folgen? Ist „zeitgenössische Kunst“ vollkommen entschlackt von jeglichem wirklichen Inhalt? Sind Ort- und Zeitlosigkeit notwendige Voraussetzungen für den boomenden Kunstmarkt? Welche …

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SALON LUITPOLD 09.10.2018 | 20:00 Uhr

Wie die Revolution 4.0 die Welt verändert?!

MIT ALEXANDRA BORCHARDT, SABINE PFEIFFER, CHRISTIAN SCHIFFER

Die digitale Welt verändert nicht nur Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, sieschafft auch einen neuen Menschen. Ständig vernetzt, scheint er der Mittelpunkt eines selbst gestalteten Universums zu sein. Tatsächlich aber werden wir manipulierbar, abgelenkt und getrieben. Wie verändern die neuen Technologien unsere Sicht auf die Welt? Können wir mehr mitbestimmen, oder werden wir zu nützlichen Idioten ökonomischer und politischer Interessen? Welche Prozesse sozialer Innovationen sind nötig, um die unbestreitbaren Vorteile der Digitalisierung zu realisieren?

Alexandra Borchardt ist Direktorin für Strategische Entwicklung am Reuters Institute für Journalistik an der Universität in Oxford. Zuvor war sie „Chefin vom Dienst“ der Süddeutschen Zeitung, nach Stationen u.a. in der Gründungsredaktion der Financial Times Deutschland. Zusätzlich lehrt sie an der TU München “Leadership and Strategy in the 21st Century“. In 2018 hat sie das viel rezensierte Buch „Mensch 4.0 – Frei bleiben in einer digitalen Welt“ veröffentlicht.

Sabine Pfeiffer leitet an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik – Arbeit – Gesellschaft, nach Stationen an der Uni Hohenheim und der Hochschule München.

Christian Schiffer ist Redakteur beim Bayerischen Rundfunk und Mitherausgeber von WASD – Bookazine für Gameskultur. Er …

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SALON LUITPOLD 18.09.2018 | 20:00 Uhr

Separatismus in Katalonien – eine Gefahr für Europa?

Separatistische Bestrebungen haben in Katalonien schon eine längere Tradition, zu der die Franco-Diktatur beigetragen hat. Dennoch hat die jüngste, mit Carles Puigdemont verbundene Eskalation die europäischen Staaten überrascht. Entsprechend hilflos fragen sie sich, ob hier ein legitimes Selbstbestimmungsrecht geltend gemacht wird, oder ob es sich nur um eine illegitime Desintegration Europas handelt. Antworten auf diese und weitere Fragen suchen die Politikwissenschaftlerin Sabine Riedel (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), der Völkerrechtler Christian Walter (LMU), der Psychiater Thomas Schulze (LMU) und der katalanische Journalist Oriol Serra, moderiert von dem Politikwissenschaftler Karsten Fischer (LMU).

Sabine Riedel ist Professorin für Politikwissenschaft und arbeitet nach Stationen an der LMU, der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, an der Uni Magdeburg und einem Alfred- Grosser-Gastlehrstuhl Sciences Po Paris/Nancy aktuell an der Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin (SWP). Ihre Forschungsgebiete sind die kulturelle Zukunft Europas, Demokratien im gesellschaftlichen Wandel, Konfl ikte um nationale Identitäten und Minderheiten, der vielstimmige Islam in Europa, interkulturelle Dialoge mit islamischen Staaten und das Verhältnis von Religion und Politik im EU-Nachbarschaftsraum (Osteuropa und Nordafrika).

Christian Walter ist seit 2011 Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Ludwig Maximilians-Universität München, nach Stationen am Bundesverfassungsgericht als wissenschaftlicher …

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SALON LUITPOLD 24.07.2018 | 18:00 Uhr

„Vom Mainstream linker Positionen“*

Nachdem Christian Lindner als potentieller Finanzminister und Vizekanzler in unserem Palmengarten vor der Jamaikaflagge am 24. Juli vergangenen Jahres ein flammendes Plädoyer für eine liberale Weltsicht hielt, ging es mit Fragen aus dem Publikum bis weit nach Mitternacht weiter (siehe Kanal Luitpold auf Youtube). Die Stimmung kam dem Idealbild der Agora sehr nahe. Das wollen wir mit Ihnen wiederholen! „Lieber nicht regieren als falsch regieren“, sagte Christian Lindner nach der Bundestagswahl. Hört sich gut an, war aber vielleicht falsch. Die Landtagswahlen in Hessen und Bayern werden ein erster Test für die gewagte „Machttaktik“ sein, der SPD die Regierungsbeteiligung zu überlassen. Die FDP hat in der Vergangenheit schon mehrfach die Erfahrung machen müssen, dass ihre Wähler schnell wieder perdu sind, wenn sich Enttäuschung breitmacht.


Hat sich Christian Linder verkalkuliert? Kritiker werfen ihm vor, dass die FDP gerade in einem Jamaika-Bündnis hätte Standhaftigkeit zeigen können und müssen. Sie hätte die Steuerpolitik zugunsten der Mittelschicht beeinflussen, die Digitalisierung in die Hand nehmen und das ordnungspolitische Erbe des Grafen Lambsdorff übernehmen können. Volker Wissing in Rheinland-Pfalz hat es vorgemacht: Kurz und zügig verhandelt, dann das Wirtschaftsministerium übernommen. Heute eilt Wissing der Ruf eines vernünftigen, an der Sache orientierten Machers voraus. …

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SALON LUITPOLD 18.07.2018 | 20:00 Uhr

Gipfeltreffen der jungen Wilden

MIT CEM ÖZDEMIR UND JAN FLEISCHHAUER

Als einen Höhepunkt im Bayerischen Landtagswahlkampf organisieren wir ein Gipfeltreffen mit Stellvertretern aller im Bundestag vertretenen Parteien. In einem Parforceritt soll es thematisch vor allem um folgende drei Themenbereiche gehen: Innen- und Klimapolitik sowie Außenpolitik mit besonderem Fokus auf Europa. Der zwanglose Zwang zum besseren Argument wird unsere Leitlinie sein. Die jungen Wilden im Politikgeschäft sollen defi nitionsgemäß das Establishment herausfordern, sich als Erneuerer inszenieren, Hoffnung wecken. Sie könnten sich der Wut vieler Menschen auf „das System“ verschreiben, Strategien gegen die Politikverdrossenheit entwickeln und den Vormarsch der völkischen Rechtspopulisten stoppen. In einem klar defi nierten Setting werden Redezeitanteile fair verteilt und die Teilnehmer dürfen/müssen sich zu allen – von zwei erfahrenen JournalistInnen – aufgerufenen Themen äußern. Fragen aus dem Publikum sind im Anschluss auf die Paneldiskussion – wie immer in unseren Salons – ausdrücklich erwünscht! Hans Georg Reichhart ist seit Oktober 2013 Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern, der Jugendorganisation der CSU und Mitglied des Bayerischen Landtags. Am 21. März 2018 wurde er im Kabinett von Markus Söder zum Staatssekretär im Ministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat berufen. Ates Gürpinar ist Medienwissenschaftler und bayerischer Landes- und Münchner Kreissprecher der Linken …

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SALON LUITPOLD 12.07.2018 | 20:00 Uhr

Das Politische braucht einen Neustart

MIT CEM ÖZDEMIR UND JAN FLEISCHHAUER

Als Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur ist Cem Özdemir seit kurzem mit den zentralen Infrastrukturprojekten und der Modernisierung unseres Landes betraut, also mit den Dingen, die die Menschen vor Ort - nicht nur im Wortsinn - bewegen. Er zitiert oft den Ministerpräsidenten seiner Heimat Baden Württemberg mit dessen Leitsatz „Heimat, Hightech und Highspeed“. Auch vor dem Hintergrund will er den Heimatbegriff nicht kampflos der AFD zu überlassen. Vielleicht ist die AFD gar der letzte wahre Feind der Grünen? Auf welchem Menschenbild gründet die grüne Politik und die politische Arbeit Özdemirs? Wie ist der zum Teil erstaunliche Pragmatismus der Grünen Mandatsträger mit der nach wie vor stark gesinnungsethischen Ausrichtung der Anhängerschaft unter einen Hut zu bringen? Warum fällt es der Partei so schwer, von Verboten und Geboten Abstand zu nehmen? Und was bedeuten in Zeiten ungebremster Globalisierung Begriffe wie „sozialverträglicher Kapitalismus“. Wie kann die Utopie einer “menschenwürdigen, friedensstiftenden, geordneten und entwicklungsfördernden Migration“ Wirklichkeit werden und was ist damit eigentlich gemeint?

Fragen über Fragen an den „schwäbischen Anatolen“ und grünen Spitzenpolitiker Cem Özdemir, dessen politische Karriere mit Sicherheit noch die eine oder andere Überraschung bereit hält. Cem …

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SALON LUITPOLD 29.06.2018 | 18:30 Uhr

UnFair!? - die Wege zu einer gerechten Globalisierung

MIT GERD MÜLLER UND CHRISTIAN UDE

Sie schuften für 50 Cent am Tag, damit wir unseren Kaffee und unsere Schokolade genießen können - und sollen selbst zurückbleiben in Armut, ohne gerechten Anteil am Wohlstand der anderen? Dass viele, vor allem junge Menschen aus Afrika, die Flucht Richtung Europa ergreifen – wen wundert es? Es fehlt uns heute weder an Wissen, noch an Technologien, noch an Geld, um endlich zu mehr Fairness gegenüber den unterentwickelten Ländern dieser Welt zu kommen. Was wir brauchen: Zupacken und Lösungen umsetzen. Während der Wohlstand der Globalisierungsgewinner wächst, leben immer mehr Menschen in Entwicklungsländern unter menschenunwürdigen Verhältnissen ohne Wasser- und Energieversorgung – gleichzeitig sehen sie Dank der Digitalisierung wie ein Leben im reichen Europa aussehen kann. Bundesminister Dr. Gerd Müller und Altbürgermeister Christian Ude werden ihre jeweiligen Perspektiven auf die Migrationsthematik incl. möglichen Lösungsansätzen, moderiert von Peter Schmalz, Vorsitzender des Internationalen Presseclubs, diskutieren.

Christian Ude ist ein deutscher Politiker und Rechtsanwalt. Von 1993 bis 2014 war er Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt München. Sein Nachfolger wurde Dieter Reiter. Er ist Autor zahlreicher Bücher und tritt als Kabarettist auf mehreren Bühnen auf.

Dr. Gerd Müller war von 1989 bis 1994 …

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SALON LUITPOLD 13.06.2018 | 20:00 Uhr

Für eine gelassene Lebensführung

MIT ANSELM BILGRI, NIKOLAUS BIRKL UND KLAUS MAINZER

Die Fortschritte der künstlichen Intelligenz und generell der Digitalisierung beeinflussen unser Leben von Tag zu Tag mehr. Erleichtern diese neuen Technologien uns das Ziel ein möglichst gelassenes Leben zu führen? Wie erlangen wir Autonomie und ein selbstbestimmtes Leben in einem Umfeld von Beschleunigung und globalem Wettbewerb in allen Lebensbereichen? Die Akademie der Muße wurde 2013 gegründet vom früheren Benediktinermönch und Prior von Kloster Andechs Anselm Bilgri, dem Anwalt, Coach und systemischen Berater Dr. Nikolaus Birkl sowie dem ehemaligen Franziskanerprovinzial und psychologischen Berater Dr. Georg Reider. Sie wendet sich an Menschen, die zunehmend unter den negativen Auswirkungen der beschleunigten Leistungsgesellschaft leiden, die mehr Erfüllung in ihren Tätigkeiten suchen, die ihr Leben tiefer und sinnvoller empfi nden möchten und die nach mehr Achtsamkeit für sich und ihre Umgebung streben.

Prof. Dr. Klaus Mainzer arbeitet als Wissenschaftsphilosoph über Grundlagen und Zukunftsperspektiven von Wissenschaft und Technik. Bekannt wurde er als Komplexitätsforscher, der schwerpunktmäßig komplexe Systeme, Algorithmen und künstliche Intelligenz in Natur, Technik und Gesellschaft untersucht. Vor seiner Berufung auf den Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der TUM und seiner Tätigkeit als Direktor der Carl von Linde Akademie arbeitete er u.a. an …

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SALON LUITPOLD 11.06.2018 | 18:30 Uhr

Salon Europa - Welche Zukunft für Europa?

Theo Waigel, Michael Theurer, Cécile Prinzbach und Wolfgang Heubisch im gemeinsamen Gespräch: Wohin steuert die Wirtschafts- und Währungsunion?

Aktuell verhandeln die EU-Mitgliedstaaten den EU-Haushalt für die kommenden 5 Jahre. Macrons Reformvorschläge bezüglich eines EU-Wirtschafts- und Finanzministers mit einem eigenen Euro-Gruppen- Budget spaltet die Nord- und Südstaaten der Union und scheint erst einmal ausgebremst. Eine deutsch-französische Initiative wurde erneut verschoben und ist nun für Juni angekündigt. Der Brexit reißt ein Loch in die Brüsseler Haushaltskasse und die Ausweitung der Euro-Gruppe auf EU-Mitgliedstaaten, die derzeit noch ohne die gemeinsame Währung sind, oder gar neue EU-Kandidaten, löst heftige Debatten aus. Wohin steuert die Wirtschafts- und Währungsunion? Wie können wir sie mit dem Voranschreiten und den Reformen der politischen Union und Institutionen abstimmen, die seit der Gründung der EU stets hinter der wirtschaftlichen Union hinterher hinkt? Droht die Europäische Union wieder zu einer reinen Wirtschaftsunion zu werden, wie in den Anfangszeiten der EWG? In den aktuellen Debatten um die Zukunft Europas landet man schnell beim Kern der der EU: der Wirtschaftsunion – und viele Fragen sind noch nicht abschließend beantwortet.

Dr. Theo Waigel, Vorsitzender der Europakonferenz, Bundesminister der Finanzen a.D.

Michael Theurer, Mitglied des Bundestags …

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SALON LUITPOLD 07.06.2018 | 20:00 Uhr

Musikalisch-literarisches Kaffeehaus – Fremde : Heimat

EIN ABEND MIT LUIS BORDA UND MARTIN UMBACH

Die beiden herausragenden Künstler Luis Borda und Martin Umbach haben sich für ein Herzensprojekt zusammengeschlossen. „Fremde:Heimat“ ist eine Zusammenstellung von Texten, die zum Nachdenken anregen – aber dabei nie den Zeigefi nger erheben -, sie sind poetisch, aber auch gleichzeitig unterhaltend. Das Zusammenspiel von Musik und Text verstärkt dabei die Emotionalität des Programms und gibt immer wieder die nötigen Pausen, um das Gehörte auf sich wirken zu lassen. Die aus Film und Fernsehen bekannte Stimme Martin Umbachs gibt dem Programm eine besondere Eindringlichkeit. Er hat für „Fremde:Heimat“ die Texte, die ihm viel bedeuten, selber zusammengestellt. Sie reichen von Kafka über Nietzsche, schließen aber auch Auszüge der UN Menschenrechtserklärung oder Liedtexte mit ein. Luis Bordas Virtuosität an der Gitarre ist eindringlich und entführt in andere Welten. Er spielt eigene Kompositionen, zudem bekannte Werke, singt und improvisiert in der von ihm bekannten meisterlichen Art.

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SALON LUITPOLD 06.06.2018 | 20:00 Uhr

Der andere Faust

MIT BERND SUCHER UND PETER BLUM

Seit Monaten ist in dieser Stadt jeder Faust, wenn man den Plakaten Glauben schenken will und den Presseerklärungen der Festival-Macher. Nicht etwa der historische Faust, der sich Anfang des 16. Jahrhunderts einen Namen als Magier machte, dem ein Pakt mit dem Teufel gelungen sein soll, war gemeint. Nein, während des Faust-Festivals soll jeder Mensch, ob Mann, Frau, Kind Goethes Faust sein. Faust und Goethe – eine deutsche Bruderschaft?! Dabei gibt es so viele leidenschaftlichere und spannendere Fäuste, mögen sie auch weniger perfekt geschrieben sein. Diese wird C. Bernd Sucher vorstellen und die anderen Faust-Dichter feiern: Christopher Marlowe, Christian Dietrich Grabbe, Lord Byron, Oscar Wilde, Thomas Mann.

C. Bernd Sucher ist deutscher Theaterkritiker, Autor und Hochschullehrer. Er war verantwortlicher Redakteur für das Sprechtheater und Autor bei der Süddeutschen Zeitung. Sucher leitet den Postgraduate-Studiengang „Theater-, Fernseh- und Filmkritik“ an der Hochschule für Fernsehen und Film München in Kooperation mit der Theaterakademie August Everding. Er studierte Theaterwissenschaft und Romanistik und promovierte über Martin Luther und die Juden: „Martin Luthers Stellung zu den Juden. Eine Interpretation aus germanistischer Sicht“. Seit 1999 ist C. Bernd Sucher Mitglied des PEN-Clubs. Mit seiner literarischen Vortragsreihe Suchers Leidenschaften tritt …

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SALON KAFFEEKLATSCH: 04.06.2018 | 16:00 Uhr

Die Stunde der Frauen

MIT KATJA MUTSCHELKNAU

Ein Salon “Kaffeeklatsch” mit der Buchautorin Katja Mutschelknaus

Kaffeeklatsch – Die Stunde der Frauen: Der Kaffeeklatsch und die Emanzipation – die beiden gehören zusammen wie das Sahnehäubchen auf den Erdbeerkuchen. Lange Zeit war Frauen das Kaffeehaus verboten. So machten sie es sich zu Hause gemütlich und kreierten dabei eines der charmantesten Rituale – den Kaffeeklatsch – als Königsdisziplin weiblicher Gastlichkeit! Nach dem Motto „Aber bitte mit Witz“ lüftet die Kaffeeklatsch- Expertin Katja Mutschelknaus das Geheimnis dieses einzigartigen Genusses. Beim Kaffeeklatsch geht es um mehr als Klatsch und Tratsch. Es geht um Lebenskunst. Ein spannendes Kapitel deutscher Kulturgeschichte – garniert mit Kuchen und Kaffee!…

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CAFE EUROPA #1/10: 03.05.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

Europa ohne Grenzen, Grenzen Europas

MIT MARTIN SELMAYR UND OLIVER BENDIXEN/BR

Gespräch mit Martin Selmayr* (Kabinettchef von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker) und Oliver Bendixen (BR)

Das grenzfreie Europa des Schengen-Raums ist eine für den Bürger und die Wirtschaft wichtigsten Errungenschaften der europäischen Einigung. Unter dem Eindruck großer Migrations- und Fluchtbewegungen und neuen Herausforderungen für die innere Sicherheit, insbesondere durch den Terrorismus, ist das Europa ohne Grenzen allerdings an seine Grenzen gestoßen: Nicht nur wurden in zahlreichen Mitgliedstaaten – neue Grenzkontrollen aufgebaut. Vielmehr gehört nationalistische Rhetorik zunehmend zum Standardrepertoire einiger Politiker quer durch die Union.

Gleichwohl ist seit 2015 viel erreicht worden, um das Leitmotiv „Europa ohne Grenzen“ zu schützen, beziehungsweise wiederherzustellen. Neue gemeinsame Regeln für Migration, Flüchtlingsaufnahme und europäische Solidarität sind auf den Weg gebracht sowie der Schutz der Außengrenzen deutlich verstärkt wurde. Zugleich bemühen sich die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten um eine Politik, die den Ursachen der Krise entgegenwirkt und zu einer Verbesserung der Lebenssituation, insbesondere in Afrika, dem Nahen Osten und den Staaten des Maghreb beiträgt. Stößt Europa an seine Grenzen? Kann eine gemeinsame Politik der Mitgliedstaaten den Ursachen für massenhafte Migration wirksam entgegentreten? Sind die Regeln der Europäischen Union zum Grenzschutz zeitgemäß? Braucht Europa neue Regeln für …

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SALON DIPLOMATIQUE: 25.04.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

Welche Zukunft für Europa?

MIT HENRI OBERDORFF, BERTHOLD RITTBERGER, KARSTEN FISCHER

Welche Rolle kann der französisch-deutsche Motor spielen? Prof. Henri Oberdorff (IEP Grenoble), Prof. Berthold Rittberger (LMU), moderiert von Prof. Karsten Fischer (LMU)

In Frankreich haben die Wähler dem neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron genau vor einem Jahr eine breite politische Basis verschafft. Bereits am 26.9., nur wenige Tage nach der Bundestagswahl, hat er an der Sorbonne seine vielfach rezensierte Rede „Initiative für Europa“ gehalten, in der er sich u.a. dafür ausspricht Frankreich und Deutschland wieder zum Motor der Europäischen Union werden zu lassen. Das könnte wichtige Voraussetzung sein für eine Neuausrichtung und notwendige Reform der EU. „Es geht um ein Europa, das angesichts der Globalisierung Schutz bietet und ein neues Gesellschafts- und Wachstumsmodell ausarbeitet. Irgendwann müssen die europäischen Verträge geändert werden, da dieses Europa unvollständig ist. Die Frage ist nicht, ob diese Änderungen nötig werden, sondern wann und wie“, so Macron wörtlich. Aber die Ausgangspositionen – etwa für eine verstärkte Kooperation in der Sicherheitspolitik oder einen europäischen Finanzminister – sind alles andere als unumstritten und erfordern den Willen zur Einigung untereinander und gemeinsame Überzeugungskraft gegenüber anderen. Da der Austausch auf allen gesellschaftlichen Ebenen und Professionen auf diesem Wege wichtig …

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SALON LUITPOLD: 17.04.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

Für eine gelassene Lebensführung

MIT ANSELM BILGRI UND NIKOLAUS BIRKL

Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl diskutieren in ihren Salons mit einem Gesprächsgast über Themen zu einer gelassenen Lebensführung in unterschiedlichen Bereichen. Der Gast wird Anfang März auf der Salonseite bekanntgegeben (www.salon-luitpold.de).

Die Akademie der Muße wurde 2013 gegründet vom früheren Benediktinermönch und Prior von Kloster Andechs Anselm Bilgri, dem Anwalt, Coach und systemischen Berater Dr. Nikolaus Birkl sowie dem ehemaligen Franziskanerprovinzial und psychologischen Berater Dr. Georg Reider. Sie wendet sich an Menschen, die zunehmend unter den negativen Auswirkungen der beschleunigten Leistungsgesellschaft leiden, die mehr Erfüllung in ihren Tätigkeiten suchen, die ihr Leben tiefer und sinnvoller empfi nden möchten und die nach mehr Achtsamkeit für sich und ihre Umgebung streben. In den „Salons für eine gelassene Lebensführung“ werden in einem gemeinsamen Gespräch, dann auch im Kontakt mit den Teilnehmern des Abends, den hohen Wert der Gelassenheit aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Überraschungsgast: Der Name wird Anfang März auf der Salonseite bekanntgegeben.

Anselm Bilgri war bis 2004 Benediktinermönch, Cellerar und Prior des Klosters Andechs. Heute ist er ein „Gratwanderer zwischen Kirche und Welt“. Er zeigt Wege auf, wie der Mensch in der Moderne zum Wesentlichen vordringen kann.

Dr. Nikolaus Birkl bringt seine …

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SALON LUITPOLD: 10.04.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

DIE GLOBALE UNORDNUNG

Mehr Wohlstand – mehr Ungleichheit – neue Konflikte? Ein Diskurs mit Dr. Rainer Hank (FAZ), Prof. Dr. Stephan Lessenich (LMU München), moderiert von Prof. Dr. Karsten Fischer (LMU München) 

Auf der ganzen Welt ist der Wohlstand gestiegen – und mit ihm die Ungleichheit seiner Verteilung. Und so sehr alle Menschen den Wohlstand wollen, so sehr stört sie die Ungleichheit. Das produziert Konflikte in den betroffenen Gesellschaften und zwischen ihnen. Leben wir im Westen über die Verhältnisse der ärmeren Weltregionen, auf deren ökonomische, ökologische und soziale Kosten wir unseren Wohlstand organisieren, so dass die westliche »Externalisierungsgesellschaft« Ungleichheit produziert? Oder ist die kapitalistische Globalisierung die Bedingung für die weltweite Wohlstandszunahme, die Ungleichheit eher verringert? Ist Ungleichheit nicht überhaupt unvermeidlich? Und was bedeutet heutzutage die Annahme der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, dass alle Menschen gleich geschaffen seien? 

Rainer Hank ist deutscher Wirtschaftsjournalist. Er leitet die Wirtschafts- und Finanzredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Hank studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Katholische Theologie. Er vertritt neoliberale Positionen, kritisiert den Wohlfahrtsstaat als ursächlich für die Eurokrise und favorisiert eine Austeritätspolitik. Seine aktuelle Monographie „Das Lob der Macht“ Klett Cotta 2017, wurde vielfach rezensiert. 

Stephan Lessenich ist deutscher Soziologe. Er war bis Ende 2017 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. …

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SALON LUITPOD c/o Kursbuch: 08.03.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

HOCHBEGABT

Ein Abend mit Gerhard Roth, Peter Felixberger, Thomas Vasek

Das Thema „Begabung“ beziehungsweise „Hochbegabung“ wird im öffentlichen Diskurs überwiegend kritisch behandelt, und die staatliche Förderung von (Hoch-)Begabten wird oft als undemokratische Belohnung von Töchtern und Söhnen aus reichem Hause gebrandmarkt. Gleichzeitig wird vehement eine stärkere Förderung begabter Menschen aus „bildungsfernen Schichten“ gefordert, und die Wirtschaft mahnt eindringlich die „Ressource Begabung“ an. Was sagt die Wissenschaft (Psychologie, Hirnforschung) dazu? Wie sieht die Praxis aus, und wie sollten Staat und Gesellschaft begabte junge Menschen am besten fördern?

Prof. Dr. Gerhard Roth, einer der international renommiertesten Gehirnforscher und Verhaltensphysiologen, im Gespräch mit Kursbuch-Herausgeber Dr. Peter Felixberger und Dr. Thomas Vasek, Chefredakteur Hohe Luft.

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SALON du livre au LUITPOD: 06.03.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

AUF DEM PARKETT

Über das weltläufi ge Benehmen – ein Gespräch mit Enrico Brissa (Protokollchef Deutscher Bundestag) und Judith Heitkamp (BR)

Wie bringt man einen Toast aus? Wie entschuldigt man sich stilvoll? Wie lernt man, mit Komplimenten umzugehen? Viele von uns spüren eine Verunsicherung, was die Formen des Umgangs mit unseren Mitmenschen angeht. Enrico Brissa, langjähriger Protokollchef, will mit seinem „Kleinen Handbuch des weltläufi gen Benehmens“ Abhilfe schaffen. In Stichworten von „Pünktlichkeit“ bis „Protokoll“, von „Absage“ bis „Zeremoniell“, von „Knicks“ bis „Rücksicht“ legt Brissa ein unterhaltsames wie lehrreiches Kompendium des sozialen Miteinanders vor – dabei geht es weniger um die korrekte Ausübung äußerlicher Verhaltensweisen, sondern vielmehr um eine Art innere Kultiviertheit, eine Haltung und einen Stil im zwischenmenschlichen Umgang. Denn nur wer die Regeln kennt, kann mit ihnen souverän umgehen.

Enrico Brissa, Sohn eines Italieners und einer Deutschen, wurde 1971 in Heidelberg geboren. Der promovierte Jurist arbeitete u.a. in der Verwaltung des Deutschen Bundestages, bevor er 2011 ins Bundespräsidialamt wechselte, wo er als Protokollchef für die Bundespräsidenten Wulff und Gauck tätig war. Seit 2016 leitet er das Protokoll beim Deutschen Bundestag. Daneben unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der juristischen Fakultät der Universität Jena.

Judith Heitkamp ist Literaturredakteurin beim Bayerischen …

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SALON LUITPOLD: 02.03.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

PHILOSOPHIE TRIFFT MEDIZIN 

Nathalie Grams und Nikil Mukerji (LMU) im Gespräch 

Philosophie und Medizin sind auf den ersten Blick zwei ganz unterschiedliche Sphären. Und doch haben sie sich viel zu sagen. Denn wenn man genau hinschaut, stellt man fest, dass Medizin ohne Philosophie und Ethik gar nicht auskommen kann. Für die Medizinerin Natalie Grams und dem Philosophen Nikil Mukerji ist das ausreichend die philosophischen Grundfragen der Medizin in einem gemeinsamen Gespräch zu erkunden. Drei Themenkomplexe werden dabei im Vordergrund stehen: 1. Wie stellt man wissenschaftlich fest, dass eine medizinische Behandlung wirkt, und warum sind pseudowissenschaftliche Verfahren (z.B. die Homöopathie) aus wissenschaftlicher Sicht problematisch? 2. Was bedeuten eigentlich die zentralen Begriffe der Medizin? Was ist z.B. mit „Gesundheit“ gemeint, was mit „Krankheit“? 3. Welche wissenschafts- und berufsethischen Pflichten haben überhaupt Mediziner, und wie kann unser Gesundheitssystem sie bei der Erfüllung dieser Pflichten unterstützen? 

Natalie Grams ist Medizinerin und Autorin (u.a. Gesundheit, Springer 2017). Nikil Mukerji ist Philosoph, Unternehmensberater und Autor (u.a. Die 10 Gebote des gesunden Menschenverstands, Springer 2017). 

Das Cafe Luitpold richtet dieses Event in Kooperation mit der Ortsgruppe München der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP) aus. 

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SALON LUITPOLD: 20.02.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

GLÜCK IST KOPFSACHE

Ein Abend mit Jeanne Rubner (BR), Wilhelm Vossenkuhl (LMU) und Christina Berndt (SZ) 

40 Millionen Einträge zählt die Suchmaschine Google beim Stichwort »Glück«. 2800 deutschsprachige Bücher nennt der Versandhändler Amazon. Es gibt Ratgeber für jede Lebenslage und jedes Buch hat ein anderes Glücksrezept. Warum gehen manche Menschen unbeschwert durchs Leben, während es anderen trotz zahlreicher Bemühungen und Therapien nicht gelingt, zufrieden und glücklich zu sein? Jeanne Rubner und Wilhelm Vossenkuhl diskutieren mit Christina Berndt die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung und deren philosophische Einbettung – Glück könnte im Wesentlichen ein Gehirnzustand sein. Wenn wir verstehen, wie das Belohnungssystem in unserem Kopf funktioniert und unter welchen Bedingungen es Glücksgefühle auslöst, können wir unser Befinden aktiv beeinflussen. Vielleicht ändert sich dann auch unser Menschenbild!?

Dr. Jeanne Rubner, promovierte über Gehirnforschung an der TU München. Von 1991 bis 2012 arbeitete sie bei der Süddeutschen Zeitung, heute leitet sie die Redaktion Wissen und Bildung beim Bayerischen Rundfunk. 

Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl ist ein deutscher Philosoph und emeritierter Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist Autor und Herausgeber mehrerer Publikationen, darunter auch populärwissenschaftliche Werke wie Philosophie Basics (Piper Verlag). Er ist bekannt aus Funk und Fernsehen u.a. durch Sendungen mit Harald …

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SALON LUITPOLD: 16.01.2018 | 20:00 - 21:30 Uhr

DAS MUSIKALISCHE-LITERARISCHE KAFFEEHAUS

mit Tizian Jost, Piano | Alexander Krampe, Gesang | Christine Ostermayer, Lesung 

Musik und Texte aus der goldenen Zeit der Kaffeehausliteratur. Das Kaffeehaus war immer und ist ein Ort der Begegnung, des Gedankenaustausches. Hier vergeht die Zeit bei Gesprächen und dem Niederschreiben von Gedanken, literarischen Skizzen bis zu ganzen Büchern und der Erschaffung neuer Gedanken. In den Metropolen Wien, Berlin, München, Hamburg und Zürich blüht eine Kultur auf, von der wir uns heute noch geis- tig nähren. Große Namen verbindet man mit dem Sujet. Kurt Tucholsky, Stefan Zweig, Robert Musil, Arnold Schönberg, Erik Satie, Satre, Simone De Beauvoir ... 

Die beiden musikalisch-literarischen Multitalente Alexander Krampe, Gesang und Tizian Jost am Flügel, umrahmen Christine Ostermayer, die lesend die Atmosphäre dieser goldenen Zeit der europäischen Kultur wieder auferstehen lässt. 

Tizian Jost, der Münchner Jazzpianist ist mittlerweile auf ca. 60 CD-Produktionen zu hören und zudem Dauergast auf Festivals im In- und Ausland. Sein Stil umfasst das Verständnis der Jazztradition, der südamerikanischen Musikkultur und der europäischen Klassik, die er zu einer wohlklingenden Melange zu verschmelzen weiß. 

Alexander Krampe in Graz geboren, studierte Musik und Philosophie und arbeitete als Gerichtsreporter, Jazzsänger und Klavierlehrer. Seit 1996 ist er als Arrangeur tätig. Zu seinen Bearbeitungen zählen unter anderem …

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CAFE LUITPOLD

Das berühmte Kaffeehaus in München.
Seit 1888 der Treffpunkt für feine Küche und Confiserie.

CAFE LUITPOLD 
Brienner Strasse 11   D-80333 München
 T: +49-89-242875-0  info@cafe-luitpold.de

Öffnungszeiten
Montag  8 - 20 h
Dienstag bis Samstag 8 - 22 h
Sonntag & Feiertag  9 - 20 h