SALON LUITPOLD 18.09.2018 | 20:00 Uhr

Separatismus in Katalonien – eine Gefahr für Europa?

Separatistische Bestrebungen haben in Katalonien schon eine längere Tradition, zu der die Franco-Diktatur beigetragen hat. Dennoch hat die jüngste, mit Carles Puigdemont verbundene Eskalation die europäischen Staaten überrascht. Entsprechend hilflos fragen sie sich, ob hier ein legitimes Selbstbestimmungsrecht geltend gemacht wird, oder ob es sich nur um eine illegitime Desintegration Europas handelt. Antworten auf diese und weitere Fragen suchen die Politikwissenschaftlerin Sabine Riedel (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), der Völkerrechtler Christian Walter (LMU), der Psychiater Thomas Schulze (LMU) und der katalanische Journalist Oriol Serra, moderiert von dem Politikwissenschaftler Karsten Fischer (LMU).

Sabine Riedel ist Professorin für Politikwissenschaft und arbeitet nach Stationen an der LMU, der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, an der Uni Magdeburg und einem Alfred- Grosser-Gastlehrstuhl Sciences Po Paris/Nancy aktuell an der Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin (SWP). Ihre Forschungsgebiete sind die kulturelle Zukunft Europas, Demokratien im gesellschaftlichen Wandel, Konfl ikte um nationale Identitäten und Minderheiten, der vielstimmige Islam in Europa, interkulturelle Dialoge mit islamischen Staaten und das Verhältnis von Religion und Politik im EU-Nachbarschaftsraum (Osteuropa und Nordafrika).

Christian Walter ist seit 2011 Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Ludwig Maximilians-Universität München, nach Stationen am Bundesverfassungsgericht als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. P. Kirchhof und Prof. Dr. Dr. U. Di Fabio, Universität Heidelberg, Universität Montpellier, der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main, der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und an der Harvard Law School. Er ist u.a. Hauptantragssteller des von der Exzellenzinitiative bewilligten Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Moderne und Vormoderne“ und in vielen wissenschaftlichen Gremien, Ämtern und Mitgliedschaften tätig. U.a. Gutachtertätigkeit für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Oxford University Press (OUP), Prozessvertretungen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und dem Bundesverfassungsgericht.

Thomas G. Schulze ist deutscher Psychiater (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie). Er ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und hat dort den Lehrstuhl für Psychiatrische Phänomik und Genomik inne. Schulze forscht auch an der Johns-Hopkins-University in Baltimore, Maryland, USA. Er studierte Medizin an den Universitäten Nürnberg-Erlangen, Barcelona (Katalonien), University of North Carolina (Chapel Hill, NC, USA) und Wake Forest University (Winston-Salem, NC, USA). Im Fokus seiner Forschung stehen die Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt. Das Ziel dieser Forschung ist es, in Zukunft psychische Erkrankungen aufgrund umfassender Kenntnisse biologischer sowie nicht-biologischer Faktoren früher zu erkennen und sie individueller als bisher behandeln zu können.

Oriol Serra ist Korrespondent des Senders „Televisió de Catalunya (TV3) & Catalunya Ràdio“ in Berlin und hat u.a. Germanistik und Journalismus an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona studiert. In seiner berufl ichen Laufbahn hat er u.a. beim ADAC und bei DRÄGER gearbeitet.

Prof. Karsten Fischer ist Politikwissenschaftler, Philosoph und Jurist. Nach Stationen an der Humboldt-Universität zu Berlin, Greifswald, Friedrichshafen und Vallendar ist er seit 2010 Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie an der LMU und Direktor des Geschwister- Scholl-Institut. U.a. gehört er dem Advisory Board des Forschungsprojekts „The Origins of Political Philosophy in Ancient Greece“ der Universität Uppsala an.

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Das berühmte Kaffeehaus in München. 
Seit 1888 der Treffpunkt für feine Küche und handgefertigte Confiserieprodukte.
 

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