Salon Luitpold - das Kulturprgramm des Cafe Luitpold - Diskurse mit zahlreichen Referenten

NEU LIVESTREAM - SALON ABENDE IN DIGITALER FORM

Ab 14.04. „Live und Digital“ starten unsere Salon Abende wieder!

 

Über Zoom können Sie digital bequem dabei sein – einfach auf den neben der Veranstaltung genannten Link klicken und sich anmelden. Sie erhalten dann per Mail ein kostenloses Ticket und sind virtuell unser Gast.

Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Wie gewohnt sind die Salon Abende kostenlos – auch in digitalen Zeiten.

Wichtig: Der Salon Luitpold wird zum genannten Zeitpunkt online via ZOOM stattfinden. Sie können sich per Smartphone oder Computer einwählen. Klicken Sie vor Veranstaltungsbeginn auf den jeweilig bei dem Event genannten Link, um dann eine Teilnahme Bestätigung mit allen ZOOM Daten zu erhalten.


DAS KOMPLETTE PROGRAMM

SALON IM LUITPOLD

Dienstag, 02.06.2020 , 19:00 - 20:30 Uhr

SALON LUITPOLD_ADALBERT STIFTER

Adalbert Stifter – der aufregendste Langweiler der Weltliteratur?

 

Adalbert Stifters Werk polarisiert. Konnte der 1805 im Böhmerwald geborene Autor mit Erzählungen wie „Brigitta“ (1843) oder „Der Hagestolz“ (1845) noch beachtliche Publikumserfolge erringen, so fiel die Reaktion auf seinen großen Bildungsroman „Der Nachsommer“ (1857) schon deutlich verhaltener aus. Für seine letzte Erzählung „Der fromme Spruch“ (1867) fand der Autor nicht einmal mehr einen Verlag. Schon von Zeitgenossen wie Friedrich Hebbel verspottet, genießt Stifter noch heute gelegentlich den zweifelhaften Ruhm, der langweiligste Erzähler der Weltliteratur zu sein. Und wirklich: Die Verschrobenheit, das Umständliche, die weitschweifige Handlungsarmut in Stifters Spätwerk zumal ist auch für geduldige Leser eine Zumutung. Doch schon Thomas Mann bemerkte feinfühlig, „daß hinter der stillen, innigen Genauigkeit gerade seiner Naturbetrachtung eine Neigung zum Exzessiven,Elementar-Katastrophalen, Pathologischen wirksam ist“, weshalb er ihn einen „der merkwürdigsten, hintergründigsten, heimlich kühnsten [...] Erzähler der Weltliteratur" nannte. So leicht es ist, sich über Stifters erzählerische Eigentümlichkeiten lustigzumachen, so lohnend ist es auch, das zu bestimmen,was seine Texte so interessant und faszinierend, so abgründig und großartig macht. Wie und warum hat sich sein Erzählen im Laufe der Jahre verändert? Was ist das „sanfte Gesetz“, von dem im Zusammenhang mit seinem Werk so viel die Rede ist? Wer war der Autor, der in seinen Texten Harmonie und Ordnung beschwor, seinem Leben im Jahr 1868 aber mit einem Messerschnitt ein brutales Ende setzte? Und warum ist es lohnend, sich heute mit diesem merkwürdigen Erzähler zu befassen? Was also macht die ‚Modernität‘ seines Erzählens aus? In Zeiten der Corona-Epidemie fällt nicht zuletzt die Erzählung „Granit“ mit ihrer Schilderung der Pest ins Auge: Wie geht die Literatur mit Epidemien um und welche Funktionen kann sie dabei haben?

 

Dr. Peter Becher, Literaturwissenschaftler, Vorsitzender des Münchner Stifter Vereins und Autor der Biographie „Adalbert Stifter. Sehnsucht nach Harmonie“ (2005).

 

Prof. Dr. Christian Begemann, Literaturwissenschaftler, LMU München. Autor u.a. der Monographie „Die Welt der Zeichen. Stifter-Lektüren“ (1995) und Herausgeber des Stifter-Handbuches (2017).

 

Prof. Dr. Stephan Kammer, Literaturwissenschaftler, LMU München. Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart mit einem besonderen Interesse für die Texte des Realismus sowie die Theorie und Geschichte der Künstlichkeit.

 

Moderation: Dr. Christian Gohlke


Eintrittfrei:

Einwähllink: https://elopage.com/s/SalonLuitpold/salon-luitpold_adalbert-stifter-aufregenster-langweiler-der-weltliteratur-via-zoom

Mittwoch, 17.06.2020 , 20:00 - 21:30 Uhr

Salon Luitpold_In schwindelnder Gesellschaft

Gleichgewichtsstörungen der modernen Welt c/o Murmann Afterwork, mit Thomas Beschorner und Peter Felixberger

 

Abgasskandale, Krise der Medien, Digitalisierung und der Abstieg der Volksparteien – diese Schlagworte haben mehr miteinander zu tun, als wir im ersten Moment glauben. Denn es rumort in unserer modernen Gesellschaft. Der Fugenkitt wird porös: Gesellschaft in der Vertrauenskrise.

Mit Blick auf die großen und kleinen Entwicklungen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und (sozialen) Medien, untersucht der Professor der Universität St. Gallen die Vertrauenskrise der heutigen Institutionen und eine Gesellschaft im Umbruch, deren Fugenkitt porös wird. Vor allem aber benennt er zahlreiche konkrete Probleme, die bisher nur schwer fassbar im Dunstkreis des gesellschaftlichen Diskurses schwebten – und bietet greifbare Erklärungsansätze, um manchen Schwindel zu entlarven.

 

Thomas Beschorner ist Professor für Wirtschaftsethik und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen. Er ist Autor von über 100 Fachpublikationen, aktives Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereinigungen.. Zudem schreibt er über ökonomische, gesellschaftliche und ethische Herausforderungen regelmäßig für Medien wie Spiegel Online, DIE ZEIT oder die Neue Zürcher Zeitung. Peter Felixberger ist Herausgeber des Kursbuches und Programmgeschäftsführer des Murmann Verlages.

 

Eintritt frei
Einwähllink: https://elopage.com/s/SalonLuitpold/salon-luitpold_in-schwindelnder-gesellschaft-thomas-beschorner-peter-felixberger-c-o-murmann-via-zoom

Freitag, 19.06.2020 , 20:00 - 21:30 Uhr

SALON LUITPOLD: KAMMERMUSIK & SYNTHIE POP

Kammermusikalisch beeinflusster Synthie Pop in akustischem Vortrag

 

Ein Abend mit Lotte Friederich, Keyboards und Gesang, Jan Salgovic, Gitarre und Elisa von Wallis, Violoncello

 

Der Abend wird von den jungen Künstlern moderiert.

 

Lotte Friederich verbindet mit ihrer Musik Elemente des Jazz, Pop und Electro, umspannt Gefühlswelten zwischen tiefer Melancholie und freudiger Euphorie und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise durch ihre bildreiche und eindringliche Lyrik. Geboren 1993 bei Heilbronn entwickelte sich die Studentin des Jazzgesangs seit ihren frühen Anfängen als Songwriterin weiter zum Jazz und zeitgenössischen, elektronischen Stilrichtungen, die sie gekonnt auf ihrer ersten Veröffentlichung von 2019, „Heaven Is Not Made For You“, unter ihrem Künstlernamen LORiiA präsentiert.

 

Jan Salgovic, Jahrgang 1995, ist Multinstrumentalist,Songwriter und Produzent. Erste Erfolge erspielte er mit der Münchner Alternative Pop Band MATIJA. Seit Veröffentlichung des Debutalbums "Are We An Electric Generation Falling Apart?" (Clouds Hill, 2017) Auftritte bei zahlreichen Festivals, Headliner-Shows und Fernsehproduktionen.

 

Elisa von Wallis studierte Betriebswirtschaft und absolvierte eine Jazzausbildung in den Fächern Klavier und Violoncello.

 

Eintritt frei

Anmeldung: info@cafe-luitpold.de

 

Donnerstag, 02.07.2020 , 20:00 - 21:30 Uhr

SALON LUITPOLD: MUSIK AUS BRASILIEN

Gitarrenmusik aus Brasilien von Garoto, Gnattali, Reis, Pereira und Villa-Lobos

 

Pedro Aguiar, Gitarre. Der Abend wird vom Künstler moderiert.

 

Pedro Aguiar, Jahrgang 1990 studierte in Brasilien, den USA, Frankreich und Deutschland. Er war Stipendiat der Orlandus Lassus Stiftung und des DAAD und gewann 15 internationale Preise, darunter 2018 den renommierten Alhambra Guitar Competition. Als herausragender Gitarrist seiner Generation ist er Gast zahlreicher Festivals und Ensembles.

 

Eintritt frei

Anmeldung: info@cafe-luitpold.de

 

Mittwoch, 15.07.2020 , 20:00 - 21:30 Uhr

SALON LUITPOLD_WOZU DICHTER IN DÜRFTIGER ZEIT

Zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins

 

Friedrich Hölderlin ist der große Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur: ein Genie des Zusammenwirkens von philosophischer, religiöser und poetischer Kraft. Rüdiger Safranski erzählt in seiner neuen Biografie „Komm! ins Offene! Freund“ die Geschichte eines Einzelgängers, der keinen Halt im Leben findet, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde. Als Dichter, Übersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolutionär lebte Hölderlin in zerreißenden Spannungen, unter denen er schließlich zusammenbrach. Seelisch tief verwundet, verbrachte er die zweite Hälfte seines Lebens im Tübinger Turm. Erst das 20. Jahrhundert entdeckte seine tatsächliche Bedeutung, manche verklärten ihn sogar zu einem Mythos. Sein 250. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, sich neu mit dem ungewöhnlichen Menschen und dem außerordentlichen Dichter zu befassen.

 

Rüdiger Safranski, geboren 1945, ist Philosoph und wurde vor allem durch seine in viele Sprachen übersetzten Biographien über E.T.A. Hoffmann, Schopenhauer, Heidegger, Nietzsche, Schiller, Goethe und die Freundschaft von Goethe und Schiller bekannt. Seine großen philosophischen Essays handeln von der Wahrheit, vom Bösen, von der Romantik,der Globalisierung sowie von der Zeit.Zuletzt wurde er mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2014), mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und mit dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet.  

PD Dr. Erik Schilling (Literaturwissenschaftler, LMU München)

Moderation: Christian Gohlke

 

Eintritt frei
Einwähllink: https://elopage.com/s/SalonLuitpold/salon-luitpold_wozu-dichter-in-duerftiger-zeit-hoelderlin-ruediger-safranski-via-zoom

 

 

Mittwoch, 09.09.2020 , 20:00 - 21:30 Uhr

SALON LUITPOLD_VOR EINER NEUEN VÖLKERWANDERUNG

Warum Europa seine Afrika-Politik ändern muss

 

Ein Abend mit Prinz Asfa-Wossen Asserate, Unternehmensberater und Bestsellerautor und Prinz Ludwig von Bayern, IT-Unternehmer und Entwicklungshelfer. Moderiert von Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

 

Mehr Informationen zu diesem Salon Abend finden Sie hier in Kürze.

 

Eintritt frei
Einwähllink: https://elopage.com/s/SalonLuitpold/salon-luitpold_VOR-EINER-NEUEN-VOELKERWANDERUNG-WARUM-EUROPA-SEINE-AFRIKA-POLITIK-AENDERN-MUSS-c-o-ev-akademie-tutzing

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