DAS KOMPLETTE PROGRAMM

SALON IM LUITPOLD

Salon Luitpold - das Kulturprgramm des Cafe Luitpold - Diskurse mit zahlreichen Referenten

 

Der Salon im Luitpold findet an wechselnden Terminen um 20:00 Uhr im Palmengarten des Cafe Luitpold statt.

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Newsletteranmeldung: veranstaltung@cafe-luitpold.de

 

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Neuer Reservierungsmodus Salon Luitpold:


Der große Zuspruch unserer Salons zwingt uns für Ihr Wohl sich organisatorisch weiterzuentwickeln.
Wir möchten Sie bitten bei Ihrer Reservierung Ihre Präferenz für eine von zwei Kategorien mitzuteilen:

Abendessen:
Sitzplatz mit Tisch in direkter Nähe zu den jeweiligen Protagonisten (in Verbindung mit Speisen & Getränken) 

oder 

Apéro:
Sitzplatz in Verbindung mit Getränken. Bei später Ankunft und sehr großem Andrang, eventuell ein Hocker-, Treppen- oder Steh Platz auf der Galerie (gerne kann auch im Anschluss an die Veranstaltung bis 22.30 Uhr, nach „Umzug an einen Tisch“, noch gespeist werden)

Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang auch unsere Bitte für Ihr rechtzeitiges Erscheinen. Das erspart Ihnen und uns unnötige Aufregung, da wir ab 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung nicht wahrgenommene Reservierungen anderweitig vergeben müssen.

Und damit Sie dem spannenden Programm ungestört folgen können, servieren wir Ihnen auch gerne bereits im Vorfeld der Veranstaltung Ihre frei gewählten Speisen und Getränke.

Mit Ihrer Konsumation leisten Sie einen wertvollen Beitrag, um weiterhin Protagonisten aus Politik, Kunst, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft mit Rang und Namen, ohne Eintritt zu erheben.

 In Vorfreude auf viele genuß- und diskursreiche Veranstaltungen!

 

Ihr Stephan Meier

 

 

Dienstag, 14.02.2017 , 20:00 Uhr

MEHR FRAUEN, MEHR GEWINN?!

Gespräch mit Dieter Wagner / Uni Potsdam, Inga Stoll / MTU Aero Engines AG, Caroline Grün / Geneva Partners to Leaders, Nadja Tschirner & Simone Schönfeld / CrossConsult. Durch den Abend führt Alexandra Borchardt / SZ & Plan W.


Unternehmen haben sich nicht erst seit der Frauenquote auf den Weg gemacht, um für ihre Führungsetagen mehr Frauen zu gewinnen und zu halten. Sie haben längst begriffen, dass innovative Unternehmen auf das Potenzial gut ausgebildeter Frauen nicht wirklich verzichten können. Wie können aber Unternehmen langfristig die Beteiligung von Frauen in verantwortungsvollen Positionen erhöhen? Dies kann nur dann gelingen, wenn Unternehmen in einen Dialog mit den Mitarbeiter/innen und den Erfahrungsträger/innen anderer Unternehmen eintreten. Einige Münchner Unternehmen gehen seit 2010 diesen Weg. Im Rahmen des „Memorandums für Frauen in Führung“ pfl egen sie ein offenes Miteinander. Wir wollen verschiedene Ansätze für mehr Frauen in Führung, die Konsequenzen sowie ihre Erfahrungen aus ihrem Unternehmen diskutieren.

 

Prof. em. Dr. Dieter Wagner war bis 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Organisation und Personalwesen und zuvor in Führungspositionen der Wirtschaftspraxis tätig. Aktuell ist er Sprecher der Geschäftsführung der UP Transfer Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer mbH an der Universität Potsdam. Caroline Grün ist Gründerin von „Die Geneva Consulting & Management Grou“, spezialisiert auf die Suche und Beurteilung von Führungskräften. „Headhunter of the Year 2016. Dr. Nadja Tschirner & Simone Schönfeld sind Gründer und Geschäftsführer der Crossconsult GbR, einer Münchner Unternehmensberatung für nachhaltiges Talentmanagement und innovative Organisationsentwicklung, sowie das führende Kompetenzzentrum für Gender Balance. Dr. Alexandra Borchardt ist Chefin vom Dienst der SZ und Redaktionsleiterin Plan W.

Mittwoch, 22.02.2017 , 20:00 - 23:00 Uhr

SALON LUITPOLD-DISKURSE FÜR EINE GELASSENE LEBENSFÜHRUNG

Anselm Bilgri und Nikolaus Birkl nehmen diesmal die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Ulrike Kriener als Gast in ihre „Mitte“.

 

Der Fokus liegt auf dem Thema „Gespannte Gelassenheit“. Damit ist der ständige Wechsel zwischen Anspannung und Gelassenheit und den im Übergang entstehenden „Leerpunkt“ gemeint. Dieser ständige Wechsel begleitet die bekannte Schauspielerin immer bei ihrer Arbeit. Wie wir mit diesem Zustand umgehen, den wir aus unserem Alltag kennen und beim meditativen Ausatmen spüren, wird im Gespräch mit der Schauspielerin näher erörtert. Im Anschluss wie gewohnt lebendige Diskussion mit praktischen Tipps!

Ulrike Kriener wuchs in Oberhausen auf. Nach der Schauspielschule und ersten Stationen in Stadttheatern sowie im Fernsehen wurde Kriener Mitglied des Ensembles des Residenztheaters München. Der Durchbruch gelang ihr mit der Erfolgskomödie „Männer“, in der sie die Ehefrau von Heiner Lauterbach spielte. Seitdem zählt sie zu den beliebtesten deutschen Schauspielerinnen. Anselm Bilgri war bis 2004 Benediktinermönch, Cellerar und Prior des Klosters Andechs. Heute ist er ein „Gratwanderer zwischen Kirche und Welt“. Er zeigt Wege auf, wie der Mensch in der Moderne zum Wesentlichen vordringen kann. Dr. Nikolaus Birkl bringt seine über 35-jährige Berufserfahrung als Rechtsanwalt, Coach und systemischer Organisationsberater ein. Beide sind Gründer der Akademie der Muße.

In Kooperation mit der AKADEMIE DER MUSSE, Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl.
www.akademie-der-musse.de

Donnerstag, 02.03.2017 , 19:00 - 22:00 Uhr

SALON GASTROSOPHIQUE: Slow Food – Kulinarische Aufklärung oder Regionalluxus?

Hintergründige Diskurse über kulinarische Themen und darauf abgestimmte Schmankerl. Durch den Abend führt Dr. Peter Peter. Der Münchner Journalist lehrt Gastrosophie an der Universität Salzburg und ist Autor zahlreicher Kulturgeschichten der italienischen, deutschen und österreichischen
Küche (www.pietropietro.de).

 

Slow Food – Kulinarische Aufklärung oder Regionalluxus?

Eine Bewegung aus Italien krempelt das System der Lebensmittelindustrie um: Gut, sauber, fair, so sollen die Produkte sein und möglichst von regionalen Erzeugern stammen. Eigentlich normal oder doch utopisch? Läßt sich diese Ernährungswende auf breiter Basis durchsetzen oder mündet sie in eine Marketing-Strategie für die neuen Regio-Delikatessen?

 

3 Gänge Menü: 25,00 p.Person (exklusive Getränke) Vorspeise: Bouillon mit Radeln von der Weißwurst
Hauptgang: Rosa gebratener Kalbstafelspitz vom Metzger Lutz aus Pöcking
mit Portweinjus (Das Vieh hiess Erna) und Kartoffel-Lauchgemüse Nachspeise: Luitpoldtorte

Dienstag, 07.03.2017 , 20:00 Uhr

Salon im Luitpold-Tour de Nation c/o Kursbuch

Ein Gespräch mit dem Journalisten Gerhard Waldherr und Kursbuch-Herausgeber Peter Felixberger

 

Von der Nordsee bis zum Bodensee, von Mecklenburg-Vorpommern ins Ruhrgebiet und runter ins tiefste Bayern. Auf seiner Stadt- und Landtour besucht Gerhard Waldherr Adelige, Autobauer und Bierbrauer, er befragt Fernsehmacher, Forscher und Werber. Ärzte, Fabrikanten, Lehrer, Schüler, Schweinezüchter – und, nicht zu vergessen, Uli Hoeneß. Was er zu hören bekommt, ist vielschichtig und gegensätzlich. Mitunter grandios und nicht immer frei von Abgründen. So fängt man erst Deutschland, Europas Zentralmacht, Merkelland und Flüchtlingslager an zu verstehen, wenn man Leben, Arbeit und Denken der Menschen ergründet, sowie ihre Tugenden und Werte, Hoffnungen und Wünsche. Deutschland inside! Nach einer kurzen Vorstellung des neuen Kursbuch 2017 freuen wir uns über einen lebhaften Salon. Was ist Deutschland? Was ist fremd? Was ist vertraut? Diskutieren Sie mit dem preisgekrönten Journalisten über unser Land. Moderiert vom Kursbuch-Herausgeber Peter Felixberger.

 

Gerhard Waldherr war viele Jahre bei der Süddeutschen Zeitung, dem „Stern“ und als freier Korrespondent und Buchautor in New York tätig. Dann folgten zwei Jahre als Weltreporter, in denen er ein ausgeprägtes Faible für Asien entwickelte. Als Chefreporter bei „brand eins“ durfte er schließlich sein zwischenzeitlich abhanden gekommenes Heimatland wiederentdecken. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist das Buch „Deutschkunde-Innenansichten einer Nation“ (kursbuch.edition, 2017), das nach einer kurzen Vorstellung von einer lebhaften Diskussion begleitet werden darf. Was ist Deutschland? Was ist fremd? Was ist vertraut? Diskutieren Sie mit dem preisgekrönten Journalisten über unser Land. Moderiert vom Kursbuch-Herausgeber Peter Felixberger.

Dienstag, 21.03.2017 , 20:00 Uhr

10 GEBOTE DES GESUNDEN MENSCHENVERSTANDES

Gespräch mit Nikil Mukerji / LMU und Jan Fleischhauer / u.a. Spiegel-Kolumnist


Wer im Leben Erfolg haben möchte, muss klug entscheiden. Und wer klug entscheiden will, muss klar und vernünftig denken. Dazu braucht man eine Fähigkeit, die sich jeder aneignen kann: gesunden Menschenverstand. Nikil Mukerji und Jan Fleischhauer erklären gemeinsam wissenschaftlich fundiert, alltagsnah und nachvollziehbar, worin diese besondere Fähigkeit besteht und wie man mehr von dieser Gabe erhalten kann.

 

Jan Fleischhauer ist Buchautor (u.a. „Unter Linken“, Rowohlt) und Kolumnist beim Spiegel. Er lebt in München. Nikil Mukerji ist Philosoph, Unternehmensberater und Autor. Derzeit ist er als Geschäftsführer des Studiengangs Philosophie Politik Wirtschaft an der LMU München tätig und selbständiger Berater für das Institut für Argumentation (München). Er ist Autor des Buches „die 10 Gebote des gesunden Menschenverstandes“ und stellt es im Rahmen des Salons vor.

Dienstag, 25.04.2017 , 20:00 Uhr

EUROPA OHNE IDENTITÄT

Zur Konjunktur der Leitkulturdebatte mit Hans Well / Wellpappn, Markus Blume / Vize-Generalsekretär, CSU Grundsatzprogramm. Moderiert wird die Diskussion von Heribert Prantl / SZ (angefragt)


Die Debatte über eine Leitkultur erlebt eine leise Renaissance. In deren Hintergrund schwillt die Frage: Was ist die Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben? Der Streit wird weniger polarisierend geführt als noch vor Jahren. Aber es gibt in der Bevölkerung und in zivilgesellschaftlichen Gruppen keine mehrheitlich geteilte Defi nition des Terminus Leitkultur. Es ist fraglich, ob es diese überhaupt gibt, oder ob es ihrer – für eine deutsche bzw. europäische Identität - bedarf. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, beispielsweise fordert „eine neue deutsche Leitkultur“. Diese müsse „einen Konsens über die Gesellschaft“ beschreiben, „die wir sein wollen“, statt nur den Status quo festzuhalten. Grundlage bilde das Grundgesetz. Was ansonsten diese Leitkultur ausmachen könnte, ist aber nach wie vor umstritten – und schwer greifbar. CDU-Generalsekretär Peter Tauber sieht ebenfalls das Grundgesetz als „Basis unserer Leitkultur“. Weitere politische Größen wie Gesine Schwan haben unlängst sich zu diesem Thema geäußert: „Leitkultur“, die sie für beachtenswert hält, der UN-Charta für Menschenrechte, „die nicht deutsch, sondern universal ist“. Allerdings müsse jede Generation „für sich klären, welche Werte zur deutschen Leitkultur gehören“. Als heikel bezeichnete sie es hingegen, „deutsche kulturelle Besonderheiten“ als Leitkultur zum Standard machen zu wollen. Welchen Einfl uss haben diese verschiedenen Standpunkte auf die titaneske Integrationsaufgabe im Rahmen der aktuellen und zukünftigen Flüchtlingskrisen? Mit welchem Selbstverständnis müssen wir als mündige, gleichberechtigte und wohlinformierte Bürger auf „deutsche kulturelle Besonderheiten“ bestehen und diese einfordern? Die Diskussion wird lebhaft sein, das zumindest ist garantiert!

 

Hans Well ist bayerischer Musiker sowie Texter und war Mitglied der mittlerweile aufgelösten Biermösl Blosn. Seit 2013 tritt er mit seinen Kindern in neuer Formation als Hans Well & Wellbappn und scheut die kabarettistische Konfrontation mit der Politik weiterhin nicht. Markus Blume ist geborener Münchner, war u.a. Gründer eines Softwareunternehmens und seit 2007 Ortsvorsitzender der CSU Perlach. 2013 fungiert er als neu gewählter Kreisvorsitzender der CSU München-Ost und wurde zum Vorsitzenden der CSU-Wirtschaftskommission und der Grundsatzkommission ernannt. Heribert Prantl ist Jurist, Journalist und Autor. Er leitet das Ressort für Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung in München und ist seit Januar 2011 Mitglied der Chefredaktion.

Mittwoch, 03.05.2017 , 20:00 Uhr

SALON IM LUITPOLD c/o KURSBUCH: ALLE LÜGEN!

Armin Nassehi und Peter Felixberger / Murmann Publishers im Gespräch mit Barbara Zehnpfennig / Uni Passau

Die Medien tun es, Donald Trump sowieso und die Wirtschaftsbosse auf jeden Fall. Es wird Zeit, unter das Pflaster zu blicken. Welche neue Rolle spielen heutzutage Fiktion und Lüge in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft? Was ist eine Lüge? Reicht es schon, die Unwahrheit zu sagen? Oder muss man die Wahrheit kennen, um lügen zu können. Die Attraktivität der „Lüge“ ist doch, dass der Vorwurf, jemand sei ein Lügner, zugleich eine große Anerkennung ist: Wer lügt, muss die Wahrheit kennen. Aber: Wer kennt schon die Wahrheit? Und welche Wahrheit wird nicht von irgend jemandem als Lüge gebrandmarkt? Vielleicht ist die Lüge unwahrscheinlicher geworden, weil in einer komplexen Welt mehrere Wahrheiten miteinander konkurrieren.

Randbemerkung: „Fußball Zwischenergebnisse werden auf Wunsch
regelmäßig kommuniziert“.


Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig studierte Philosophie, Soziologie, Germanistik und Geschichte in Berlin. Ihre akademische Laufbahn führte sie an die Freie Universität und die Hochschule der Künste in Berlin, sowie an die Universität der Bundeswehr in Hamburg. Seit 1999 leitet Prof. Zehnpfennig den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind die antike Philosophie,
amerikanisches Verfassungsdenken und Totalitarismus Theorie. Armin Nassehi ist Professor für Soziologie an der LMU München. Peter Felixberger ist Publizist und Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers, Hamburg. Beide geben seit 2012 das Kursbuch heraus, das 1965 von Hans Magnus Enzensberger gegründet wurde.

Mittwoch, 10.05.2017 , 20:00 - 23:00 Uhr

Salon Luitpold c/o Foodslam: Gedicht gegen Gericht

Luitpold powered by Food Slam mit Lars Ruppel und Ko Bylanzky

 

In kaum einer anderen Stadt sind Poetry Slams ein so wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft wie in München. Und nirgendwo sonst feiert man die Kochkultur so wie hier. Wer wilde Gedichte und gutes Essen liebt, dem wird dieses neue Veranstaltungsformat gefallen. Beim ersten Foodslam in München messen sich drei bekannte Poetry Slammer mit der berühmten Küche des Cafe Luitpold. Unter der Leitung der Münchner Slam Legende Ko Bylanzky findet der Wettkampf der ungleichen Künstler in den drei Vorrunden „Vorspeise“, „Hauptgang“ und „Dessert“ statt. Nach jeder
Runde wird abgestimmt und somit das Duell zwischen Ohrenschmaus und Gaumenfreuden entschieden. Das Team der Slam Poeten wird geleitet von Poetry Slam Meister Lars Ruppel, der bereits 2016 die Zuhörer im Café mit seinen Gedichten begeisterte.

 

3-Gang-Überraschnungsmenü – passend zu den lyrischen Themen enthalten. 35,– Euro p.P. Um frühzeitige Reservierung wird gebeten unter Tel. +49 (0) 89 24 28 75-11 | veranstaltung@cafe-luitpold.de

Donnerstag, 11.05.2017 , 19:00 - 22:00 Uhr

SALON GASTROSOPHIQUE: Das Schnitzel war versalzen

Hintergründige Diskurse über kulinarische Themen und darauf abgestimmte Schmankerl. Durch den Abend führt Dr. Peter Peter. Der Münchner Journalist lehrt Gastrosophie an der Universität Salzburg und ist Autor zahlreicher Kulturgeschichten der italienischen, deutschen und österreichischen
Küche (www.pietropietro.de).

 

Das Schnitzel war versalzen – Optionen, Stile, Gefahren der Restaurantkritik

Wir twittern über alles: Politik, Mode, Essen. Das hat Folgen für die Gastronomie. Bewertung läuft heute über die Mund-zu-Mund-Propaganda des Internets, über „kulinarische Schwarmintelligenz“. Doch was bei diesem I-like-
System oft auf der Strecke bleibt, sind Kriterien, sind Wertigkeiten. Aber gibt es sie überhaupt? Wie subjektiv darf, wie subjektiv muß Restaurantkritik sein?

 

 3 Gänge Menü: 25,00 p.Person (exklusive Getränke) Vorspeise: Dreierlei von der Roten Beete Hauptgang: Schnitzel „nicht versalzen“ mit drei verschiedenen Kartoffelsalaten Nachspeise: Baumkuchen mit Dreierlei von der Schokoladensauce

Mittwoch, 24.05.2017 , 20:00 Uhr

SALON IM LUITPOLD c/o KURSBUCH: Moralin Forte

Wolfgang Schmidbauer im Gespräch mit Armin Nassehi, Peter Felixberger / Murmann Publishers

 

„Die globalisierte Konsumgesellschaft plagen chronische Ängste. Sie verschwendet mehr als nachwächst, sie weckt den Neid der Habenichtse und den Terror der Gekränkten. Diese Ängste münden in Hyperaktivität, sei es des Übereifers, sei es der unverhältnismäßigen, verschwenderischen Reaktion auf konstruierte Gefahren.“ Wie ihr Pendant, die Helikopter-Eltern, war auch die Helikopter-Moral immer schon existent, immer bereit Stellung zu beziehen. Das tut sie unter viel Getöse mit schnellen Urteilen, um so die schnellen Affekte von Angst und Wut zu bewältigen, die angesichts einer unsicheren Zukunft in einer komplexen Welt dominieren. Es geht nicht mehr um eine gut funktionierende Moral, die das Zusammenleben regelt, sondern um das endgültige Urteil, Superlative übersteigerte Werte jenseits aller Realität. Plakative Aussagen über Richtig und Falsch, über Gut und Böse, über Schwarz und Weiß, sollen die Welt unserer lärmenden Eventkultur richten. Die kurzfristige Entlastung, die die Helikopter-Moral emotional verschafft, bedeutet auf lange Sicht nicht nur, dass viel Energie für Verleugnungen vergeudet wird, sondern der Kontext, der Zusammenhang mit der Realität sich mehr und mehr verliert.

 

Wolfgang Schmidbauer ist als Kind eines Vaters, den er nie kennenlernte, in Kriegs- und Nachkriegszeit mit Mutter, Bruder und vier Großeltern in Niederbayern aufgewachsen. Er wollte Dichter werden, studierte aber Psychologie, weil man vom Dichten nicht leben kann.Als Psychologe und Psychoanalytiker wurde er dann doch ein erfolgreicher Autor, brachte einige Bestseller (Hilfl ose Helfer, Die Angst vor Nähe) heraus und prägte den Begriff Helfersyndrom,der in die Umgangssprache eingegangen ist. Ob der Begriff Helikopter-Moral ähnlich erfolgreich sein wird, ist offen – gemeint ist damit die Neigung der Mediengesellschaft zum überstürzten, selbstgefälligen und einfühlungslosen Moralisieren. Armin Nassehi ist Professor für Soziologie an der LMU München. Peter Felixberger ist Publizist und Programmgeschäftsführer der Murmann Publishers, Hamburg. Beide geben seit 2012 das Kursbuch heraus, das 1965 von Hans Magnus Enzensberger gegründet wurde.

Dienstag, 30.05.2017 , 20:00 Uhr

Licht und Schatten der Digitalisierung

Diskurs mit Yvonne Hofstetter / teramark techologies, Philipp Leutinger / Roland Berger Strategy Consulting & Spielfeld Berlin. Das Gespräch führt Moderator Ulrich Schäfer / SZ

 

Im Fokus steht das Spannungsfeld zwischen dem in Europa mehrheitlich geteilten Menschenbild des freien und selbstbestimmten Bürgers – „nicht Technik, der Mensch ist das Subjekt und der Mittelpunkt der Veränderung“
– und der rasant zunehmenden Möglichkeiten des globalen „Informationsraums“ zum „Wohle“ des Menschen inmitten des digitalen Umbruchs. Die Protagonisten versuchen ihre jeweils spezifi schen Beurteilungen des Status
Quo sowie die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für jeden Einzelnen herauszuarbeiten. Im Anschluss werden Fragen aus dem Publikum diskutiert.

Yvonne Hofstetter ist eine deutsche Juristin, Essayistin und Sachbuchautorin. Seit 1999 ist sie international in Softwareunternehmen tätig, die sich in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und Big Data spezialisiert haben. Zusätzlich beschäftigt sie sich mit den gesellschaftlichen und technischen Folgen der Digitalen Transformation und den damit zusammenhängenden, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in der Digitalen
Welt. Sie zählt zu den Initiatoren der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union. Philipp Leutinger ist seit 2012 Partner des „Digital Competence Center“ der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants und Mitglied des Beirats des Inkubators Spielfeld Berlin. Ulrich Schäfer ist deutscher Wirtschaftsjournalist. Nach Stationen in Washington und beim Spiegel, bekleidet er seit Mai 2013 mit Marc Beise die Leitung der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.