DAS KOMPLETTE PROGRAMM

SALON IM LUITPOLD

Salon Luitpold - das Kulturprgramm des Cafe Luitpold - Diskurse mit zahlreichen Referenten

 

Der Salon im Luitpold findet an wechselnden Terminen um 20:00 Uhr im Palmengarten des Cafe Luitpold statt.

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Newsletteranmeldung: veranstaltung@cafe-luitpold.de

 

Download Salonprogramm Sommer 2017

 

 

 

 

Neuer Reservierungsmodus Salon Luitpold:


Der große Zuspruch unserer Salons zwingt uns für Ihr Wohl sich organisatorisch weiterzuentwickeln.
Wir möchten Sie bitten bei Ihrer Reservierung Ihre Präferenz für eine von zwei Kategorien mitzuteilen:

Abendessen:
Sitzplatz mit Tisch in direkter Nähe zu den jeweiligen Protagonisten (in Verbindung mit Speisen & Getränken) 

oder 

Apéro:
Sitzplatz in Verbindung mit Getränken. Bei später Ankunft und sehr großem Andrang, eventuell ein Hocker-, Treppen- oder Steh Platz auf der Galerie (gerne kann auch im Anschluss an die Veranstaltung bis 22.30 Uhr, nach „Umzug an einen Tisch“, noch gespeist werden)

Erlauben Sie uns in diesem Zusammenhang auch unsere Bitte für Ihr rechtzeitiges Erscheinen. Das erspart Ihnen und uns unnötige Aufregung, da wir ab 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung nicht wahrgenommene Reservierungen anderweitig vergeben müssen.

Und damit Sie dem spannenden Programm ungestört folgen können, servieren wir Ihnen auch gerne bereits im Vorfeld der Veranstaltung Ihre frei gewählten Speisen und Getränke.

Mit Ihrer Konsumation leisten Sie einen wertvollen Beitrag, um weiterhin Protagonisten aus Politik, Kunst, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft mit Rang und Namen, ohne Eintritt zu erheben.

In Vorfreude auf viele genuß- und diskursreiche Veranstaltungen!

 

Ihr Stephan Meier

 

 

Dienstag, 11.07.2017 , 20:00 - 23:00 Uhr

SALON IM LUITPOLD: DISKURSE FÜR EINE GELASSENE LEBENSFÜHRUNG

Salon im Luitpold für eine gelassene Lebensführung mit Felicitas von Lovenberg (Piper Verlag) Anselm Bilgri/ Nikolaus Birkl in Zusammenarbeit mit der Akademie der Muße

 

Lesen als praktizierte Muße. Muße in der Literatur und Gelassenheit im Leben und Arbeiten einer Journalistin, Verlagsleiterin und Mutter. Darüber werden Anselm Bilgri und Nikolaus Birkl mit der Verlegerin Felicitas von Lovenberg sprechen. Gerät das Lesen eines Buches in den Zeiten des Internet und des Smartphones unter die Räder der Digitalisierung? Nehmen wir uns noch Zeit zum Lesen? Wie kann man Jugendliche zum Lesen motivieren? Ist das gedruckte Buch noch zeitgemäß? Vermittelt Literatur die Wichtigkeit der Themen Muße und Gelassenheit für unsere beschleunigte Zeit? Das alles sind Themen, die unsere drei Gesprächspartner interessieren.

 

Felicitas von Lovenberg wuchs im Münsterland auf und studierte in England und Wales, u.a. in Oxford. Von 1998 bis 2016 gehörte sie zur Feuilleton Redaktion der FAZ. Dort war sie als erste Frau verantwortlich für das Ressort „Literatur und Literarisches Leben“. Sie publizierte vor allem als Literaturkritikerin ehe sie die Seiten wechselte und im März 2016 die verlegerische Geschäftsführung des renommierten Piper Verlags in München übernahm. In ihren Essays beschäftigte sie sich mit dem Thema Liebe, Partnerschaft und Ehe und den eigenen Erfahrungen als Mutter in einer Patch-Work-Familie. Anselm Bilgri war bis 2004 Benediktinermönch, Cellerar und Prior des Klosters Andechs. Heute ist er ein „Gratwanderer zwischen Kirche und Welt“. Er zeigt Wege auf, wie der Mensch in der Moderne zum Wesentlichen vordringen kann. Dr. Nikolaus Birkl bringt seine über 35-jährige Berufserfahrung als Rechtsanwalt, Coach und systemischer Organisationsberater ein. Beide sind Gründer der Akademie der Muße.  

In Kooperation mit der AKADEMIE DER MUSSE, Anselm Bilgri und Dr. Nikolaus Birkl.
www.akademie-der-musse.de

Mittwoch, 19.07.2017 , 20:00 Uhr

SALON IM LUITPOLD c/o KURSBUCH: Stadt.Ansichten.

Armin NASSEHI und Peter FELIXBERGER/Murmann Publishers im Gespräch mit Hans Pleschinski

 

Stadt.Ansichten. Wir reden über München

Städte sind die Laboratorien einer globalisierten Moderne. Ein immer größerer Anteil der Weltbevölkerung lebt in Städten und wird in Städten leben. Die Städte der Welt sind miteinander vernetzt – eng oder lose gekoppelt, auf Augenhöhe oder in asymmetrischen Beziehungen, ähnlich oder sehr unterschiedlich. Sie alle tragen Namen, was sie identifizierbar macht, mit einem Charakter, einer eigenen Geschichte oder sogar einer Identität. München ist einer dieser Weltstädte, oft genug als die kleinste tituliert. Was aber steckt hinter diesem Mythos? Die beiden Kursbuch-Herausgeber Armin Nassehi und Peter Felixberger diskutieren mit dem Schriftsteller Hans Pleschinski über München, wie es leibt, lebt und liebt.

 

Hans Pleschinski, geb. 1956, lebt als Schriftsteller in München und ist Direktor der Abteilung Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zuletzt erschien „Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht. Lebenserinnerungen von Else Sohn-Rethel“.

Freitag, 21.07.2017 , 20:00 Uhr

SALON IM LUITPOLD: EINE NEUE EPOCHE DER FREIHEIT

Zwiegespräch zwischen Christian Lindner/FDP und Georg Diez/Spiegel Online

 

Der europäische Liberalismus bekommt nach einem selbst verschuldeten Fiasko eine neue Chance; das Ende der ideologischen Blöcke macht's möglich. Bei den letzten Wahlen in NRW, oder auch auf europäischer Ebene in Frankreich und Holland ist ein Erstarken klassischer liberaler Ideen erkennbar, während die Mitte des politischen Spektrums, die Christ- wie Sozialdemokratie in ganz Europa zu einem beinahe monolitischen Block verwächst, der für Sozialstaat, Rentenerhöhungen, hohe Steuern und einen großen öffentlichen Sektor steht. Heute ist vom Wettkampf der Parteien eine sozial-christdemokratische Mitte übrig geblieben. Was die Lager früher trennte und dadurch definierte, hat sich in den modernen westlichen Gesellschaften weitgehend erledigt: konfessionelle Grenzen, Gehaltsunterschiede, ländliche Folklore, antisozialistische Rhetorik des Kalten Kriegs. Es gibt nämlich nicht nur in unseren Nachbarstaaten, sondern auch in Deutschland einen erheblichen Reformstau festzustellen: Digitalisierung der Gesellschaft; erneuerte Infrastruktur im Güter- und Datenverkehr, ein Sozialstaat, der nach skandinavischem Vorbild die Alimentierten besser qualifiziert und Verweigerern Leistungen streicht; technisch unterstützte Sicherheit im öffentlichen Raum ohne Überwachungsstaat; abgespeckte Verwaltung; ein Ende der staatlichen Hypernormierung beim Bauen oder Erziehen.

 

Der Reformdruck auf die europäischen Institutionen ist der Gipfel des Eisbergs. Hervorgetan hat sich in diesem Zusammenhang auch der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mit seiner linken paneuropäischen Bewegung DiEM25 (Bewegung Demokratie in Europa 2025). Die Protagonisten u.a. Georg Diez, bekennen sich zur europäischen Integration, beklagen aber, dass „ein Bündnis aus kurzsichtigen Politikern, ökonomisch naiven Beamten und unfähigen Finanzexperten“ das Projekt „sklavisch den Forderungen von Finanz- und Industriekonglomeraten unterworfen“ habe. Der Rückfall in nationalstaatliches Handeln sei jedoch der falsche Weg. Ziel ist u.a. bis 2025 eine europäische Volksversammlung wählen zu lassen. Treibende Kräfte sind Politiker unter anderem der griechischen Syriza, der deutschen Die Linke, der spanischen Podemos, der britischen Labour Party und der Green Party of England and Wales.Weitere Mitglieder sind Wissenschaftler und Intellektuelle wie: Antonio Negri, James K. Galbraith, Brian Eno, Noam Chomsky, Slavoj Žižek und Julian Assange um nur einige zu nennen. Lebhafte Diskussion auf dem Podium und im Anschluss mit dem Publikum garantiert!

 

Christian Lindner ist seit Dezember 2013 Bundesvorsitzender der FDP und ist Vorsitzender des Landesverbandes und der Landtagsfraktion der FDP Nordrhein-Westfalen. Von Oktober 2009 bis Juli 2012 war Lindner Mitglied des Deutschen Bundestages, von Dezember 2009 bis Dezember 2011 auch Generalsekretär der Bundes-FDP. Lindner war Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 und tritt in selber Funktion für die FDP bei der Bundestagswahl 2017 an. Lindner studierte er Politikwissenschaft als Hauptfach sowie Staatsrecht und Philosophie als Nebenfächer in Bonn und war vor seiner bundespolitischen Karriere auch als Unternehmer tätig.

Georg Diez studierte Geschichte und Philosophie in München,Paris, Hamburg und Berlin. In der Folge arbeitete er als Theaterkritiker für den Spiegel,die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die SZ sowie als Literaturkritiker für Die Zeit. Seit Januar 2011 schreibt er für Spiegel Online die Kolumne S.P.O.N. – Der Kritiker. Seit August 2016 hält Diez sich für ein Jahr als Nieman Fellow an der Harvard University auf und wird solange „den Journalismus unterbrechen“. Er veröffentlichte im Herbst 2016 das viel rezitierte Buch: „Martin Luther, mein Vater und ich“. Er ist Mitglied der 2016 gegründeten Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM25)

*Inspiriert von Dirk Schümers Essay für die Welt am 29.5.17“

 

Vorherige schriftliche und verbindliche Anmeldung notwendig: veranstaltung@cafe-luitpold.de

Dienstag, 19.09.2017 , 20:00 Uhr

Salon im Luitpold: UnZeit und Demokratie

Politische Diskussion mit Theo Waigel (angefragt), Klaus H. Goetz und Dr. Franziska Augstein/SZ

 

Politik ist immer mit überraschenden, plötzlich auftauchenden Phänomenen konfrontiert, auf die sie - wie auch immer - unter knapper Zeit reagieren muss. Durch die Beschleunigung technischer, ökonomischer und sozialer Prozesse, gerät der politische Steuerungs- und Gestaltungsanspruch in Gefahr. Unter dem Druck von Börsentickern, multinationalen Konzernen, Onlineredaktionen oder in „Echtzeit“ kommunizierenden sozialen Netzwerken schwinden die Zeitressourcen für deliberativ ausgerichtete parlamentarische Demokratien. Die Voraussetzungen für rationale Planungs- und Entscheidungsprozesse verschlechtern sich, die Politik gerät angesichts komplexer und dynamischer Umwelten ins Hintertreffen. Die historisch gewachsenen Rhythmen – wie beispielsweise Wahltermine oder Gesetzgebungsverfahren – und somit die Demokratie, kommen „aus dem Takt“ mit ihrer gesellschaftlichen Umwelt. Demokratie wird zunehmend unwahrscheinlich, je näher dieser Akzelerationsprozess einer institutionellen „Geschwindigkeitsgrenze“ kommt. Wir wollen u.a. die Frage diskutieren welche Anpassungs- und Reformpotentiale Demokratien globalen Beschleunigungsphänomenen entgegensetzen können.

 

Bundesfinanzminister A.D. Dr. Theo Waigel, hat die deutsche und europäische Finanzpolitik geprägt. Er war es, der unserer heutigen Währung den Namen Euro gab – und somit gilt Dr. Theo Waigel als Vater des Euro. 1989-1998 war er Bundesfinanzminister unter Helmut Kohl und 1988-1999 war er Vorsitzender der CSU. Dr. Theo Waigel mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz. Außerdem ist er seit 2009 Ehrenvorsitzender der CSU. Heute ist er Partner der Münchner Rechtsanwaltskanzlei Waigel Rechtsanwälte.

Dr. Franziska Augstein/SZ hat Geschichte, Politik und Philosophie an der FU Berlin, u.a. bei Ernst Nolte studiert und begann ihre journalistische Karriere bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Nach akademischen Stationen in Bielefeld, Brighton, Paris promovierte Sie mit einer Arbeit zur Entstehung der Rassentheorie. 1997 wurde sie Redakteurin im Feuilleton der FAZ. Seit 2001 arbeitet sie für die SZ, anfangs fürs Feuilleton, dann im Ressort Innenpolitik und seit 2015 gehört sie der Wirtschaftsredaktion an; dort publiziert sie u.a. ihre Kolumne „Augsteins Welt“. Frau Augstein ist die Halbschwester des Verlegers Jakob Augstein.

Prof. Dr. Klaus H. Goetz hat seit 2013 den Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Integration am Geschwister-Scholl-Institut der LMU inne. Er hat in Tübingen, am MIT und an der LSE) studiert. Nach seiner Promotion in Oxford lehrte und forschte er u.a. in Speyer, Sciences Po Bordeaux, in Florenz, Tokio und der HU Berlin. Zur Zeit forscht er u.a. zu „Versetzte Wahlen und Zeithorizonte“ und zu Zeitregeln in internationalen Organisationen.