
Zu den meistgelesenen deutschen Autoren von den 30er bis in die 50er Jahre zählte der Schriftsteller Ernst Wiechert, der am 18ten Mai 1887 in Ostpreußen geboren wurde und 1950 in der Schweiz starb.
Wiechert begann seine Laufbahn deutschnational und mit antisemitischem Oberton, seine Sprache blieb elitär, schwerblütig und beseelt von reflektierender Melancholie. In den 30er Jahren konzentriert sich seine Haltung durch die wiederkehrenden Themen Natur, Wälder, Einsamkeit, Stadt- und Gesellschaftskritik in eine den totalitären NS Staat ablehnende Haltung. Dies trug ihm ständige Überwachung und schließlich eine zweimonatige Haft im Konzentrationslager Buchenwald ein. Wiechert gilt heute mit allen Widersprüchen als ein Dichter der inneren Emigration, auch wenn sich sein Bild nicht in eine schlichte Zuordnung antinazionalsozialistischer Klischees einordnen läßt.
Schriftsteller Gert Heidenreich stellt im Gespräch Wiecherts Werk und Persönlichkeit vor. Schauspielerin Lisa Wagner liest aus Wiecherts Roman „Die Jeromin Kinder“ Auszüge.
Aufmacherbild: Lisa Wagner © Elena Zaucke


Gert Heidenreich wurde 1944 in Eberswalde geboren und wuchs in Darmstadt auf.
"Das gigantische Werk dieses Freiheitsvorkämpfers der Kunst" (Frankfurter Allgemeine Zeitung) umfasst zahlreiche Romane, Erzählungen, Gedichtbände, Essays und Filmdrehbücher. Er wurde unter anderem mit dem Marie-Luise Fleißer Preis und dem Münchener Literaturpreis ausgezeichnet, für Drehbücher erhielt er Grimme-Preise 1986 und 2016, zusammen mit Edgar Reitz den Bayerischer Filmpreis 2013 undden Deutschen Filmpreis in Gold 2014. Der MarlerMenschenrechtspreis von Amnesty International wurde ihm 2017 verliehen. Als Sprecher für Hörbücher erhielt als "Bester Interpret" 2019 den Deutschen Hörbuchpreis.
Jüngste Publikationen u.a.: Die andere Heimat, Erzählung, 2013; Der Fall, Roman, 2014; Die andere Heimat, Drehbuch mit Edgar Reitz 2014; Freiheit des Wortes, Essay, 2018; Schweigekind, Roman 2018; Adieu Amerika, Essay, 2020; Bigotte Sonntagsredner, Essay 2021; Phantasie kennt kein Gebot, Essay 2023; Das Meer – Atlantischer Gesang, Epos 2023; Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes, Drehbuch für Edgar Reitz 2025; Einen Leibniz schreiben, Essay 2025; Goethe kam aus dem Regen, Erzählungen 2025; Im Gegenteil, Erzählung, Lettre international 2025
Im November erscheinen seine Essays aus dreißig Jahren:
Das Netz, der Kopf und das Glück – Schriften zu Kultur und Politik

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