
Vor 125 Jahren, im Oktober 1901, erschien Thomas Manns Buddenbrooks. Verfall einer Familie. Der Erstlingsroman des Autors, den dieser mit 26 Jahren veröffentlichte, ist sein meistgelesener und brachte ihm 1929 den Nobelpreis ein. Seine Beliebtheit verdankt er der prallen und differenzierten Schilderung einer Familiengeschichte über vier Generationen hinweg. Der ökonomische und soziale Aufstieg der Lübecker Familie und ihr "Verfall", die zahlreichen, psychologisch genau gezeichneten Figuren, die Dynamik zwischen den Generationen und den Geschwistern, die Rollen von Männern und Frauen, die ge- und misslingenden Ehen, die alles andere in den Schatten stellende Rolle des Geldes, die Ausflüge an das Freiheit verheißende Meer und in ein burschikos beschriebenes München, der Aufeinanderprall von Kaufmannsethos und Kunstanspruch - all das formt ein soziales Panorama von enormer Plastizität, das keineswegs betulich, sondern boshaft und witzig gestaltet ist. Grund genug, noch einmal über diesen Roman, seine Faszinationskraft, aber auch seine problematischen Seiten zu sprechen!
Schauspieler Rainer Bock liest im Verlauf des Abends Passagen aus dem Roman.
Rainer Bock wurde 1954 in Kiel geboren und begann dort auch an den Städtischen Bühnen seine schauspielerische Laufbahn, die ihn über das Schleswig-Holsteinische Landestheater, das Stadttheater Heidelberg, das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Stuttgart 2001 zum Residenztheater München brachte. Nach dem großen Erfolg des Filmes von Michael Haneke „Das weiße Band“, in dem er die Rolle des Dorfarztes verkörperte, verlegte er ab 2011 sein berufliches Schaffen hauptsächlich in den Bereich der Film- und Fernsehproduktionen. Über 120 Arbeiten stehen seitdem in seiner Filmographie, darunter Titel wie „Atlas“, „Karla“, „Der König von Köln“ oder die amerikanische Serie „Better Call Saul“. Er wurde für seine Arbeiten unter anderem mit dem Deutschen Schauspielerpreis sowie mit dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Bayerischen Filmpreis geehrt. Außerdem wurde er dreimal für den Deutschen Filmpreis nominiert. Hörspiele und Lesungen gehören selbstverständlich ebenfalls zu seinem Portfolio. Rainer Bock gehört damit zu den renommiertesten Darstellern Deutschlands.

Christian Begemann studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. 1986 wurde er mit einer Dissertation über Furcht und Angst im Prozeß der Aufklärung an der LMU München promoviert, 1995 habilitierte er sich an der Universität Würzburg über Adalbert Stifter. Von 2000 bis 2008 hatte er einen Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bayreuth inne, von 2008 bis 2020 an der LMU München. Seine Arbeitsschwerpunkte sind deutsche Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, Körpergeschichte, Kulturanthropologie und Semiotik, Theorien der ästhetischen Produktivität von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, Vampirismus und literarische Gespenster. Er hat Bücher und Aufsätze verfasst zu Goethe, Kleist, Tieck, Arnim, E.T.A. Hoffmann, Eichendorff, Droste-Hülshoff, Mörike, Richard Wagner, Gottfried Keller, Stifter, Storm, Conrad Ferdinand Meyer, Fontane, Karl May, Robert Müller und Peter Greenaway.

Dr. Christian Gohlke ist als Intendant für die künstlerische Gestaltung des Salons mitverantwortlich. Er unterrichtet u.a. an der Hochschule München und schreibt regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Neues Konzept
Warum wir diesen Schritt gehen:
Mehr Sicherheit & Hygiene: Weniger Bargeld reduziert Risiken und verbessert saubere Abläufe im Service.
Mehr Zeit für unsere Gäste: Unser Team wird entlastet – weniger Kassenaufwand, mehr Aufmerksamkeit für persönlichen Service.
Bessere Abläufe: Reibungslose Prozesse ermöglichen es uns, noch stärker in Qualität und Gastfreundschaft zu investieren.
Wichtig für Sie:
Unsere Lösung für Stammgäste:
Mit der LUITPOLD STAMM-Kundenkarte verbinden wir Vertrautheit mit moderner Technik – für maximale Freiheit und Diskretion.
Unser Versprechen:
Wir bleiben, was wir immer waren – ein Ort für Begegnung, Genuss und den persönlichen Austausch. Die neue Technik schenkt uns mehr Zeit für das, was wirklich zählt: Sie!
Oder, frei nach Erich Mühsam:
„Das Leben ist eine Begleiterscheinung zum Kaffeehaus."
Ihr Cafe Luitpold Team
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