Beschreibung
Ein Abend zur bayerischen Geschichte, mit Katharina Weigand und Jörg Zedler. Moderation: Christian Gohlke
„Kurt Eisners öffentliche Wahrnehmung ist zumeist auf seine letzten Lebensmonate und seine gelungene Revolution in Bayern 1918 verkürzt. Dabei dauerte es, bis aus dem studierten Philosophen und anschließenden Journalisten ein Revolutionär werden sollte. Lange war er davon überzeugt, daß es seine Aufgabe sei, vor allem die Bildung der Arbeiterschaft voranzubringen, damit diese ihre politische Verantwortung wahrnehmen könnte. Erst der Krieg sowie der Unwille und die Unfähigkeit der deutschen Politiker, diesen Krieg auch ohne Sieg zu beenden, führten zu einer Radikalisierung von Eisners politischen Zielen. Zu diskutieren ist in diesem Zusammenhang vor allem, was zuletzt Eisners vorrangiges Ziel war: den Ersten Weltkrieg zu beenden oder die politischen Verhältnisse grundlegend zu verändern, also die Monarchie zu stürzen und an ihrer Stelle eine Republik zu installieren, wobei auch noch zu fragen wäre, welcher Typ von Republik von Eisner angestrebt wurde.“
Aufmacherbild: Kurt Eisner(c)wikipedia
Die Historikerin Dr. Katharina Weigand war als Akademische Oberrätin an der LMU München mit den Schwerpunkten Bayerische Geschichte und Didaktik der Geschichte tätig, zuletzt am Universitätsarchiv. Inzwischen engagiert sie sich als Lehrende beim Seniorenstudium der LMU.
Der Historiker Prof. Dr. Jörg Zedler wurde mit einer Biographie über den letzten bayerischen Diplomaten am Heiligen Stuhl, Otto von Ritter, promoviert und habilitierte sich mit einer der Arbeit „Nützliche Leichen. Monarchenbegräbnisse in Bayern und Belgien (1825–1935). Nach der Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der LMU München (2023–2025) ist er derzeit am Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte der Universität Regensburg.
Dr. Christian Gohlke ist als Intendant für die künstlerische Gestaltung des Salons mitverantwortlich. Er unterrichtet u.a. an der Hochschule München und schreibt regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.







