Beschreibung
Nur wer die Herzen bewegt, bewegt die Welt - Der Schriftsteller Ernst Wiechert im Wandel der Zeit.
Lesung und Gespräch mit Schauspielerin Lisa Wagner und Schriftsteller Gert Heidenreich.
Moderation: Alexander Krampe
Zu den meistgelesenen deutschen Autoren von den 30er bis in die 50er Jahre zählte der Schriftsteller Ernst Wiechert, der am 18ten Mai 1887 in Ostpreußen geboren wurde und 1950 in der Schweiz starb.
Wiechert begann seine Laufbahn deutschnational und mit antisemitischem Oberton, seine Sprache blieb elitär, schwerblütig und beseelt von reflektierender Melancholie. In den 30er Jahren konzentriert sich seine Haltung durch die wiederkehrenden Themen Natur, Wälder, Einsamkeit, Stadt- und Gesellschaftskritik in eine den totalitären NS Staat ablehnende Haltung. Dies trug ihm ständige Überwachung und schließlich eine zweimonatige Haft im Konzentrationslager Buchenwald ein. Wiechert gilt heute mit allen Widersprüchen als ein Dichter der inneren Emigration, auch wenn sich sein Bild nicht in eine schlichte Zuordnung antinazionalsozialistischer Klischees einordnen läßt.
Schriftsteller Gert Heidenreich stellt im Gespräch Wiecherts Werk und Persönlichkeit vor. Schauspielerin Lisa Wagner liest aus Wiecherts Roman „Die Jeromin Kinder“ Auszüge.
Aufmacherbild: Lisa Wagner © Elena Zaucke








