
„Eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte“ wurde 1946 die bayerische Verfassung verabschiedet, heißt es in deren Präambel. Die Formulierung suggeriert historische Kontinuität und gesellschaftliche Stabilität. Blickt man indes auf das 19. Jahrhundert, fallen sofort die territorialen Veränderungen ins Auge: Zwischen 1799 und 1815 wurde aus dem altbayerischen Fünfeck der moderne bayerische Staat, mit rund einem Drittel mehr an Territorium und fast doppelt so vielen Einwohnern. Doch keineswegs alle „Neubayern“ in Franken, Schwaben und der Pfalz waren begeistert, nun unter wittelsbachischer Herrschaft zu stehen und von München aus regiert zu werden – und den Monarchen war durchaus bewusst, dass ihr Land und ihre Herrschaft fragil waren.
Das Gespräch fragt danach, wie die verschiedenen bayerischen Könige und ihre Regierungen auf die Herausforderung im Inneren wie von außen (v.a. von der Nationalbewegung, die einen einigen deutschen Nationalstaat anstrebte, der das Ende eines selbständigen Bayern bedeuten musste) reagierten und welche Strategien sie entwickelten, um Land und Herrschaft zu stabilisieren.
Die Historikerin Dr. Katharina Weigand war als Akademische Oberrätin an der LMU München mit den Schwerpunkten Bayerische Geschichte und Didaktik der Geschichte tätig, zuletzt am Universitätsarchiv. Inzwischen engagiert sie sich als Lehrende beim Seniorenstudium der LMU.
Der Historiker Prof. Dr. Jörg Zedler wurde mit einer Biographie über den letzten bayerischen Diplomaten am Heiligen Stuhl, Otto von Ritter, promoviert und habilitierte sich mit einer der Arbeit „Nützliche Leichen. Monarchenbegräbnisse in Bayern und Belgien (1825–1935). Nach der Vertretung der Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der LMU München (2023–2025) ist er derzeit am Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte der Universität Regensburg.

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Ihr Cafe Luitpold Team
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