SALON LUITPOLD | Heimat | Denktheater

23/07/2024
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19:00 bis 20:30 Uhr

Heimat ist mit Sehnsucht verbunden.

Der Begriff kann aber auch auf eine belastende Schwere verweisen, die man hinter sich gelassen hat oder aufgeben will. Heimat ist Erinnertes, hängt also mit Vergangenheit zusammen, die sich auf gegenwärtiges Erleben des Lebens auswirkt. Heimat ist nicht „dort draußen“ oder „da drüben“, sondern ein Inbild von Bildern, die das Bewußtsein (Intellekt wie Emotion) konstruiert, um Orientierung und womöglich Sicherheit zu geben.

Heimat ist an Kindheitsmuster gebunden, die das ganze Leben prägen und neue Erfahrungen vorprägen. Die Sehnsucht besteht in der Suche nach Geborgenheit. Das geschieht, indem die „gute alte Zeit“ an einem „Ort der Heimat“ imaginiert wird, die – aufgrund immer neuer Bruchstücke und Bruchlinien, die verknüpft werden – eine fantasierte Idylle ergeben. Heimat ist immer auch Fantasie, die in Farben, Tönen und Gerüchen des Erinnerten konkret wird.

Heimat ist konservativ, indem sie das als gültig Bewertete zum Maßstab macht; Heimat ist zugleich progressiv, indem sie Maßstäbe für Kommendes konfiguriert und damit zu gegenwärtigem Handeln verpflichtet. Heimat kann reaktionär werden, wenn die Bilder des Erstrebenswerten, gleichsam eingefroren, keine Neuanfänge inspirieren du das Andere/den Anderen ausschließen. Heimat kann revolutionär werden, indem der Fluß der Zeit aus Bildern des Utopischen sich umgestaltet und Handlungs-Spiel-Räume eröffnet. Die Bilder und Klänge der Heimat sind also Aufhebung im Sinne der Dialektik Hegels: Aufbewahrung und Überwindung. Heimat wird zu einem inneren Gut, einem Leitstern der Zugehörigkeit, der Vertrautheit und des Akzeptiertseins. Heimat ist weder räumlich noch zeitlich abgeschlossen. Heimat ist Aufgabe, sie ist dort, wo ich meine Träume gestalten und ein wenig ausleben darf, in einer angemessenen Balance von dem, was ich als das Eigene empfinde, und dem, was mich als Fremdes neugierig macht - Heimat ist also der nie abgeschlossene Prozess der Integration.

Künstlerische Darbietung unter der Regie von Carmen V. Hanke

Vortrag „Heimat – Ist niemals unmodern!?“ mit Harmut Schiller, Geisteswissenschaftler, Leiter der Akademie am Meer, Sylt.

Konzeption, Moderation: Prof. Dr. Michael von Brück, Religionswissenschaftler an der LMU München, Zen- und Yoga-Lehrer.

CAFE LUITPOLD

Das berühmte Kaffeehaus in München. 
Seit 1888 der Treffpunkt für feine Küche und handgefertigte Confiserieprodukte.
 

CAFE LUITPOLD 
Brienner Strasse 11   D-80333 München
 T: +49-89-242875-0  info@cafe-luitpold.de

Öffnungszeiten
Montag: 8-20 Uhr
Dienstag bis Samstag: 8-22 Uhr
Sonntag: 9-20 Uhr

Neues Konzept

Zukunft mit Tradition – Bargeldlos im Cafe Luitpold

Warum wir diesen Schritt gehen:

Mehr Sicherheit & Hygiene: Weniger Bargeld reduziert Risiken und verbessert saubere Abläufe im Service.

Mehr Zeit für unsere Gäste: Unser Team wird entlastet – weniger Kassenaufwand, mehr Aufmerksamkeit für persönlichen Service.

Bessere Abläufe: Reibungslose Prozesse ermöglichen es uns, noch stärker in Qualität und Gastfreundschaft zu investieren.

Wichtig für Sie:

  • Kein Mindestbetrag bei Kartenzahlung
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  • Aufladung weiterhin auch mit Bargeld nach Terminvereinbarung über buero@cafe-luitpold.de oder 0890 242875-0

Unsere Lösung für Stammgäste:

Mit der LUITPOLD STAMM-Kundenkarte verbinden wir Vertrautheit mit moderner Technik – für maximale Freiheit und Diskretion.

Unser Versprechen:

Wir bleiben, was wir immer waren – ein Ort für Begegnung, Genuss und den persönlichen Austausch. Die neue Technik schenkt uns mehr Zeit für das, was wirklich zählt: Sie!

Oder, frei nach Erich Mühsam:

„Das Leben ist eine Begleiterscheinung zum Kaffeehaus."

Ihr Cafe Luitpold Team

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