
Eine Mumie zum Tee erzählt von der europäischen Ägyptomanie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: von Napoleons Ägyptenexpedition und der Description de l’Égypte über Tutanchamuns Grab bis zu Nilkreuzfahrten, Auswickelpartys, ägyptisierenden Möbeln, Mode, Musik und Alltagsobjekten. Der Vortrag zeigt, wie aus wissenschaftlicher Neugier, Reiselust, kolonialem Blick und Popkultur ein bis heute wirksames Ägyptenbild entstand – und fragt zugleich nach Orientalismus, Kulturgütern und unserem heutigen Umgang mit dieser Faszination.
Der Abend führt durch diese europäische Begeisterung für das Alte Ägypten – von Napoleon über Nilkreuzfahrten und Auswickelpartys bis hin zu ägyptisierenden Alltagsobjekten und frühen Formen moderner Popkultur. Dabei geht es nicht nur um die Faszination für das Exotische, sondern auch um Fragen des Umgangs mit Kulturgütern, um Orientalismus und um die Wirkungsgeschichte Ägyptens bis heute.
Dr. Nora Heil und Roxane Bicker, M.A. haben beide Ägyptologie studiert und arbeiten am Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München. In ihrem Podcast „Mummies & Magic – Altägypten in der Popkultur“ werfen sie seit mehreren Jahren einen unterhaltsamen und zugleich fachlich fundierten Blick auf Ägyptenbilder in Filmen, Büchern, Musik, Comics, Brett- und Computerspielen.
Aufmacherbild: aleksei-filimonov(c)unsplash


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